Meet me at CeBIT

Posted by Daniel Kraft on März 2nd, 2010 in Deutsch, Social Media, cebit, enterprise 2.0, ifridge, netmedia, social networking | No Comments »

Es ist mal wieder Zeit für die CeBIT und natürlich ist ifridge & Company ebenfalls vertreten. Gemeinsam mit unserem Partner netmedia stellen wir den Social Workplace – den Arbeitsplatz der Zukunft – vor.

Hierbei gehen wir der Frage nach wie man Enterprise 2.0 in den Unternehmensalltag integrieren kann. Neben den technischen Möglichkeiten geht es auch um die richtige Strategie, die Einbindung in die Prozesse und die richtige Abwägung der Risiken.
Darüber hinaus moderieren wir zwei sehr interessante Sessions zum Thema:
Social Messaging & Collaboration
5. März 2010, Halle 6, 11.40 Uhr

Flexiblere Informations- und Kollaborationsformen sind wichtige Elemente des “Enterprise 2.0″-Ansatzes. In der Praxis geht es dabei um öffentliche bzw. im Unternehmen öffentliche Kurznachrichten-Dienste a la Twitter (auch als Social Messaging-Lösungen bezeichnet) und anderen Social Software-Ansätzen, die die Kommunikation, Kooperation und Koordination unterstützen. Als wichtige Herausforderung dieser neuen Groupware-Ansätze ist der Aspekt der Strukturierung und Entwicklung des entlang der von diesen Systemen unterstützen Zusammenarbeit generierten Wissens zu diskutieren.
Auf dem Panel sollen die verschiedenen Ansätze und die besonderen Herausforderungen dieses Konzeptes in der Praxis anhand mehrerer Erfahrungsberichte und Lösungswege diskutiert werden.

Social CRM – Kundenvertrieb & Service 2.0

5. März 2010, Halle 6, 13.50 Uhr

Die Einbindung der sozialen Medien und Netzwerke in die Prozesse des Kundenmanagement – sei es für den Vertrieb oder den Service – das ist die Idee von “Social CRM” und bietet den Ausgangspunkt für eine Reihe von neuen Anwendungen und Servicelösungen. Dabei stehen derzeit sicherlich noch zwei gegensätzliche Zielsetzungen im Raum: aus vertrieblicher Sicht soll durch die Anreicherung der Kundendaten mit den Diskussionsbeiträgen, Meinungen und sonstigen Profildaten der Kunden der Kunde transparenter und besser “verständlich” gemacht werden. Aus der Service-Sicht sollen Dienste wie GetStatisfaction.com oder BrandsListen.com das Feedback der Kunden frühzeitig kanalisieren, einen Selbsthilfeprozess initieren und Impulse in Richtung eines offenen Geschäftsmodells geben.
Das Panel “Social CRM – Kundenvertrieb & Service 2.0″ diskutiert diese zwei durchaus widersprüchlichen Ansätze und ihr Potentiale sowie Herausforderungen.

Mehr Hintergründe zum Enterprise 2.0 und Social Media, insbesondere Details zu
  • Social Workplace – dem Arbeitsplatz der Zukunft
  • Social Business Design, d.h. die Einbindung der Möglichkeiten im Enterprise 2.0 in die Prozesse des Unternehmens und dem
  • Reputation Management welches sicherstellt, dass sich die Dialoge sowohl inhaltlich als auch vom Stil im angemessenen Rahmen halten (Thema Risiko Management)
gibt es hier im Enterprise 2.0 Special von netmedia sowie in nachfolgender Präsentation.

Social Media: Warum wir Liebe schenken aber nicht kaufen dürfen

Posted by Bianca Gade on März 1st, 2010 in Deutsch, Social Media, Web2.0, social networking | 7 Comments »

Ausnahmsweise möchte ich heute meinen Beitrag mit einer kleinen Geschichte anfangen und hoffen, dass diese niemals so passiert ist und niemals so passieren wird…

Es ist Ostern. Draußen scheint die Sonne, es ist sogar schon richtig warm. Im Haus des älteren Ehepaares Mayer ist es heute etwas lauter, denn Sohn und Schwiegertochter sind mit ihren beiden temperamentvollen Mädels zu Besuch. Die Dame des Hauses hat zur Feier des Tages ein wundervolles Gericht gezaubert und zum Nachtisch gab es eine herrliche Mousse au Chocolat, nach besonderem Rezept der Schwiegertochter, die sich sehr geschmeichelt fühlt. Nach dem Essen gehen alle sechs spazieren und dabei suchen die Kinder die vorher liebevoll versteckten Ostergeschenke im nahe gelegenen Wald und verteilen überglücklich die Schokolade um ihre Münder. Es ist einfach ein rundum gelungener Tag. Am Abend dann verabschieden sich alle voneinander, und nachdem sie sich herzlich in den Armen hatten, ergreift der Sohn das Wort und sagt zu seinen Eltern: “Es war ein so wundervoller Tag, und für all eure Mühen für das Essen und die Geschenke für die Kinder möchte ich mich sehr bedanken. Bitte lasst mich euch erkenntlich zeigen.” Dabei holt er seinen Geldbeutel aus der Hosentasche und meint daraufhin: “Sind dafür 200 EUR genug? Ach, was sag ich! 300 EUR sind wohl das Mindeste!” Und hielt ihnen die Geldscheine hin. Was in diesem Moment passiert, kann vermutlich jeder nachvollziehen. Alle schauen ihn geschockt mit aufgerissenen Augen an, und die Mutter bricht in Tränen aus, während ihn der Vater, seine Mutter in den Armen haltend, voller Zorn anblickt.
Read the rest of this entry »

“Enterprise 2.0 in der Realität” – Tagung der Open Text Web Solutions Usergroup in München [Update]

Posted by Tobias Mitter on Februar 23rd, 2010 in Social Media, Social Workplace, netmedia Events | No Comments »

[Update: Präsentationen der Teilnehmer laut reddotusergroup.org unten verlinkt]

Nach den Open Text Auftaktveranstaltungen Anfang 2010 wurde es wieder höchste Zeit für ein Treffen der Anwendervereinigung. Alte Bekannte und neue Gesichter trafen im Marriott München unweit des Hauptbahnhofs zu mehreren Themen zusammen.

Eins vorweg: Trotz anderslautender Vorzeichen (Lufthansa-Streik) wurde es eine der pünktlichsten Usergroup-Tagungen überhaupt.

Edmund Trageser vom Open Text Customer CareEdmund Trageser, Director Customer Care EMEA war erneut als Ansprechpartner für Support-Themen dabei und stand sowohl in den Pausen als auch während der Vorträge Rede und Antwort.

Es geht los

Novum war ein Partnerstand, der von Dubidot zum Thema IP TV bzw. Lean Back Media angeboten wurde und – nach technischen Startschwierigkeiten mit Thinkpad+Konferenzbeamer – mit einem kurzen Vortrag eingeführt wurde.

Frank Leja von der Hapag Lloyd AGFrank Lejas Vortrag zu jRQL zeigte dann wie die Usergroup im Idealfall funktionieren kann: Durch die Hilfen und Anregungen, die Herr Leja durch den Austausch für seine CMS-Arbeit bei Hapag Lloyd auf den Anwendertagungen und in den Foren erfahren hat, hat er der Community 12 Plugins und die jRQL-API gespendet. Zusätzlich hat er ein Blog sowie eine JavaDoc Dokumentation für alle bereitgestellt, die tiefer als die fertigen Plugins einsteigen möchten. Plugins und API sind derzeit für 7.5 und 9.0 im Einsatz, so dass Feedback weiterer Anwender für die Version 10 gebraucht wird.

Themenschwerpunkt „Enterprise 2.0 in der Realität“

usergroupNach der Kaffeepause mit angeregten Gesprächen eine weitere Premiere bei der Usergroup: Zu „Enterprise 2.0 in der Realität“ hatten Open Text, Cyberhouse und netmedia gemeinsam als Referenten das Thema Social Media in Unternehmen aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufbereitet.

Daniel Kraft plädierte in seiner Einleitung für Gespräche wie in Kaffeeküchen Mitarbeitern auch online Möglichkeiten zu geben, da sich so teuren Kommunikationslücken und Missverständnissen begegnen lässt (sein interessanter Blog-Beitrag dazu).

Seine Gedanken zum Social Workplace, Social Business Design und Reputation Management durfte ich im anknüpfenden Vortrag um gängige Anwendungsfälle und Handlungsempfehlungen aus der Intranet-Projektarbeit für den Social Workplace ergänzen.

Boris Crismancich stellte in seiner folgenden Präsentation die Integration von Social Media in die Arbeitsabläufe der CMS-Autoren vor. Beispiele waren Flickr und Wikipedia Buttons im Texteditor und ein Kunde-hilft-Kunde-Forum als Entlastung der Support-Hotline der österreichischen Post.

Das Open Text Trio Lars Onasch, Bernfried Howe und Martin Schwanke konnten zeigen, was Open Text derzeit an Social Media Komponenten liefern kann. Grundsätzlich ist Vieles bereits verfügbar, erfordert jedoch derzeit noch viel Handarbeit (Martin Schwanke zeigte Screens von Vignette Social Media via <rde-dm:include /> Dynament mit Rest-API in einem Web Solutions Demo-Intranet).

Die volle Integration (u. a. zentrale Suche, http-Konnektor) wird erst mit dem Dolphin-Release (Juni 2010) verfügbar sein. Bernfried Howe behält sich dabei vor, dass nicht alle Social Media Portlets (fertige Dialoge, Nachfolger der bisherigen Webkomponenten) für dieses Release verfügbar sein werden.

Ein Blick aufs Organisatorische

Eindrücke zum Tagungsort: Die Räumlichkeiten waren gut ausgestattet, Beamer und Akkustik waren (im Ggs. zu Hamburg) diesmal tadellos. Rückzugsmöglichkeiten für Gespräche waren jederzeit gegeben, ohne dass man den Überblick verloren hätte.

evangelisch.deDen Nachmittag läutete die evangelische Kirche mit einer Vorstellung der Lösung hinter evangelisch.de zum intelligenten und hoch-automatisierten Verteilen von Assets via RSS und Onlineportal zwischen unterschiedlichen Websites und technischen Systemen (Open Text, Drupal, zukünftig Typo3) ein. Sehr beeindruckend. Bestärkt mich in der Erfahrung, dass wir in ein paar Monaten nur noch über RSS als Austauschformat sprechen ;-)

Live-Foren & Abschluss

Zu vier Themen fanden sich Live-Foren: DAM a la evangelisch.de, Erfahrungen mit Web Solutions 10 (Protokoll), Delivery Server Betrieb und jRQL. Die weiteren Protokolle sollten später auf reddotusergroup.org zu finden sein.

Sebastian Henne stellte noch seine Sicht auf die Möglichkeiten von Metadaten und deren zunehmende Bedeutung im WCM vor und Dirk Langenheim beschloss die Usergroup mit Neuigkeiten aus der Usergroup.

Aufhorchen ließen dabei vergleichsweise hohe Austrittszahlen Anfang 2010, wobei unklar ist, welchen Anteil Wirtschaftskrise und Produktwechsel weg von Open Text hier eine Rolle spielen. Hoffen wir, dass dies kein Indikator für eine abnehmende Kundenzufriedenheit mit der Lösung ist.

Trotz dem getrübten Abschluss eine wertvolle Veranstaltung. Insbesondere das Durchstöbern der Präsentationen lohnt. Themenvorschläge und Anmeldungen für die nächste Tagung in Dresden nimmt die Usergroup gern entgegen.

PS: Ein Beitrag zur Abendveranstaltung vorher wird gerne verlinkt! Bitte Infos an mich.

Alltagstaugliches Enterprise 2.0

Posted by Daniel Kraft on Februar 22nd, 2010 in Deutsch, Open Text, Social Media, Social Workplace, ifridge, netmedia, reddot, social networking | No Comments »

Es gibt so Tage, die es in sich haben. Der heutige begann mit einer SMS von Lufthansa: Ihr Flug wurde leider annuliert! Grundsätzlich war damit zu rechnen, aber nachdem am Abend der Flug noch bestätigt wurde, war die SMS um 5 Uhr etwas überraschend. Aber wenn man von etwas begeistert ist, gibt es auch einen Weg und so kamen wir über Hannover und viel Diplomatie doch noch zu Open Text Web Solutions Group User Group. Airberlin sei Dank.

Menschen, Prozesse, Sicherheit

Wenn es um Social Media geht, ist immer noch eine grosse Unsicherheit zu spüren. Die folgende Präsentation schafft einen Überblick wie man das Thema in den Unternehmensalltag einbinden kann – sowohl strategisch als auch pragmatisch operativ. 

Sollen Unternehmen Mitarbeiter zu Geschäftsthemen privat bloggen lassen?

Posted by Tobias Mitter on Februar 19th, 2010 in Allgemeines | No Comments »

Anlässlich des Social Media Club bringen LaSandra Brill, Janet Fouts und Erin Robbins einige interessante Erfahrungen und Meinungen zu privaten Blogs, die sich mit beruflichen Tätigkeiten überschneiden in einem 3-minütigen YouTube Video gebracht.
Ich kann mich dabei Janet Fouts Sicht der Dinge nur anschließen: Unternehmen können von den Netzwerken privat engagierter Mitarbeiter profitieren, wenn sie diese als echten Wert verstehen und zu eigenen Beziehungen machen, die auch über das Arbeitsverhältnis des Mitarbeiters selbst bestand haben.

via @socialmedia2day

Permalink

| Leave a comment  »

Maps meets Picture meets Video and flys to the Moon

Posted by Daniel Kraft on Februar 17th, 2010 in English, Google, Microsoft, augmented-reality, ifridge, netmedia | No Comments »

If you like Google maps, you’re going to love this presentation! Presented at the recent TED event in Long Beach. Blaise Aguera y Arcas demos new augmented-reality mapping technology from Microsoft. It’s not so much about the feature but the actual demo he gives that I like. You can see the fun the team has building those new tools.



 

What do you think, is that good enough to defeat Google? Check out the TED page to see what happens if the old dinosaur Microsoft is doing something that looks cooler than the web darling Google.

Coke says: Fans First

Posted by Daniel Kraft on Februar 15th, 2010 in English, Social Media, Web2.0, ifridge, istrategy, netmedia, social networking | No Comments »

Short follow-up on last weeks iStrategy event in Berlin about Social Media and Enterprise 2.0. The Coca Cola Company presented their view on social media with some interesting statements.

Social Media Management is a tactic … not a strategy? While I agree that once established it’s used on a tactical level but given the recent move by Pepsi to shift their investment towards social media, I am sure the Coca Cola people have some strategic angle to it.

Keep it simple: Spot on! Usability is a key element of todays “technologized” world. When you listen to the comments about the Apple iPad you hear a lot of noise about what is missing from the iPad. Who cares? I am very certain the iPad is going to be a great success because it is simple and fun … just like social media should be.

Always work with the pros. I am sure the advisors love that statement :-) and there have been some good ones at the event (see my comment about Ogilvy). But I have to agree with that statement from own experiences. When my former company entered the space some years ago, we had no idea and had to learn it the hard way. We later turned to Electric Artists and netmedia and got things done.

There are many more good ideas from the Coca Cola people, check the full presentation below. You might also see Geert Bestens‘ perspective.

iStrategy – Some Feedback

Posted by Daniel Kraft on Februar 11th, 2010 in English, Social Media, Web2.0, berlin, enterprise 2.0, ifridge, istrategy, netmedia | 1 Comment »


Just on the way home from the iStrategy event in Berlin about Enterprise 2.0 and Social Media – sharing some of my observations. Overall a good event with real companies presenting real projects. And an international event, over lunch our table had eight people from seven countries.

Is it just marketing?

The audience seemed to be focused a lot on marketing. While the agenda was somewhat guiding towards this, it was interesting to see that the business impact of social media is still considered a new way of outbound communication and marketing. Making your customers a “partner in crime” is a great approach but if your team is not embracing it internally you’ll not be able to execute on all the wonderful feedback you get from the market. It somehow feels like 1999 … “I need a website!” … “Why?” … “Because!” Another interesting quote from the team at Coca Cola: “Social media management is a tactic, not a strategy“… not sure I can agree with that.

We are on the way

A refreshing openness was presented when Nicole Yershon and Alex Mecklenburg explored a mixture of an internal case study and an Ogilvy marketing pitch. An agency admitting to have not much of a clue but working hard to change was encouraging to see. Cases included the Ford Fiesta Movement and the Japan’s soccer “kick” machine from Castrol. Nicole shared some ideas about the Ogilvy Lab and her challenge to get middle management to embrace social media. I think the firm is on a good path, definitely a team to consider if you aim for the marketing side of 2.0 (and have the budget for it).

“We are all in the cloud …

… at least 76% use >1 cloud service today and 90% plan to in 2010″. A session by Microsoft turned into a discussion about cloud computing. While everybody in the room was willing to do “cloud banking” (online banking), many had reservations to trust their data to the cloud. Talking about what trigger event would change this and when, didn’t reveal a clear answer but the terms ‘trust’ and ‘over time’ came up multiple times. Personally I got the impression that the word “cloud” is not helping, once called by it’s solution name like online banking, sales management or partner portal the acceptance level rises.

Meet the Boss

Lars Hilse was the *Boss* we were invited to meet. He did a great job answering all sorts of questions and it turned out that he knows a great deal about the subject. Craig Hepburn covered more of this session.

We need more “how”

Speaking with some high profile companies at the event unveiled the need for a shift from “what” to “how”. Everybody was willing to do something, most even had an idea where to start but many struggle with the “how”, especially the “how to get my management on board”. And this brings me back to the beginning … approaching it from a marketing perspective is falling short.

If you’re a CEO and want to succeed with social media, you need to believe in it. Signing off the budget is not enough, take some time to really understand it … you’ll learn that it has much to offer. And don’t let anybody make you believe you’re late … it didn’t even really start, yet.

PS: What is with the fish tank? … The hotel had this gorgeous fish tank in the center of the hotel and I couldn’t help but to compare it with the state of the industry. We all believe to be so important, being the big fish in the sea … but we have a long way to go. Today social media is nothing more but a preview of what is coming … like the little fish in fish tank makes you dream about the ocean.

Online-Reputation bedeutet Unabhängigkeit

Posted by Bianca Gade on Februar 8th, 2010 in Social Media | 5 Comments »

Eine der wohl bedeutendsten Möglichkeiten, die Sie mit Social Media nutzen können, ist der Aufbau, die Pflege und die Analyse der eigenen Online-Reputation. Online-Reputation bedeutet Image, bedeutet „gesehen werden“, bedeutet aber auch subjektiv erlebt werden (positiv oder negativ) und bedeutet vor allem: Aufmerksamkeit. Das gilt sowohl für die persönliche Reputation, als auch für die geschäftliche. Gerade ein Unternehmen sieht sich mehr und mehr dazu verpflichtet, sich der Reputation im Netz zu widmen, gibt es doch gerade hier einen Markt, der von vielen erfolgreich genutzt wird. Unternehmen, die diesem Trend (und das Wort beschreibt nicht annähernd die eigentliche Wichtigkeit von Social Media, da es ein zeitliches Ablaufdatum suggeriert) nicht folgen wollen/können, müssen sich trotzdem darauf einstellen, bewertet zu werden. Denn eins ist klar: Die Leute reden über Ihre Marke, über Ihr Produkt, über Ihr Unternehmen. Ob nun mit oder ohne Sie.

Klassische Werbekampagnen ohne Informationsgehalt haben im Internet kaum mehr die Chance, im angemessenen Rahmen beachtet zu werden. In angemessenem Rahmen bedeutet, dass sich für das Unternehmen auch der gewünschte Erfolg zum investierten Budget einstellt. Was wurde uns früher gelehrt: Je höher der finanzielle Aufwand, umso mehr Beachtung wird einem geschenkt (es gibt Ausnahmen aber sagen wir mal, das ist nicht der Durchschnitt). Das sieht man z. B. bei einer Anzeigenschaltung: Je größer, umso mehr Aufmerksamkeit. Auch ist das in der Fernsehwerbung so: Je mehr Zeit bzw. je häufiger ein Spot gesendet werden kann, umso öfter lässt man den Zuschauer an das Produkt erinnern. Das beobachtet man auch in der Plakatwerbung: Je größer und präsenter, umso besser. Überall wo es einen begrenzten Rahmen an Zeit oder Fläche zu verkaufen gibt, kann an den Meistbietenden bzw. nach den Regeln von Angebot und Nachfrage verkauft werden. Anders ist es im Internet, denn hier sind wir alle unabhängig von Zeit und Raum. Hier hat jeder die Möglichkeit, an 7 Tagen die Woche und 24 Stunden am Tag etwas für seine Online-Reputation zu tun. Weltweit und sooft es seine eigene (eingeschränkte) Zeit bzw. seine eigenen Ressourcen es erlauben. Zum ersten Mal sind nicht die Anbieter diejenigen, die uns vorschreiben, wieviel wir für unser Geld bekommen, sondern wir selbst müssen für uns klar definieren, was uns die eigene Online-Reputation wert ist und was wir zu investieren bereit sind.

Kurios ist es im Netz manchmal schon. Wie ich gerade behauptet habe, unterliegt Werbung hier nicht der von uns jahrelang gelernten Regeln. Im Internet bringen nicht Sie die Information zum Leser, sondern der Leser findet sie. Der Leser beansprucht im Internet seine digitale Selbstbestimmung. Er bestimmt, für welche Themen er Informationsmaterial wünscht und akzeptiert im Laufe der Zeit immer weniger, dass ihm Produkte oder Dienstleistungen aufgedrängt werden (nach seinem Empfinden). Das bedeutet für Unternehmen nun strategisches Umdenken: Nicht Sie finden Ihre Kunden, der Kunde findet Sie. Und damit er das Unternehmen überhaupt wahrnimmt, heißt das im Umkehrschluss, dass das Unternehmen sich dort aufhält, wo der Kunde ist. Aber das bedeutet auch, dass man sich nicht erlauben sollte darf, dort seine Werbeinformationen ohne expliziten Mehrwert, rauszufeuern. Denn nicht nur, dass der Leser den Feed des Unternehmens mit einem Klick von seiner Timeline entfernen könnte, es hinterlässt nicht selten auch einen bitteren Beigeschmack und damit ein schlechtes Gefühl. Und das ist sicherlich nicht im Sinne des Erfinders.

Was ist also wichtig beim Reputation Management?

1. Hören Sie aktiv zu, was die Leute zu sagen haben.
2. Kommunizieren Sie auf Augenhöhe.
3. Analysieren Sie auch, wo was gesagt wird.
4. Bauen Sie sich ein Netzwerk auf.

Von manch einem wurde ich schon gefragt: Schadet es dem Unternehmen nicht, wenn es sein Wissen kostenlos zur Verfügung stellt? Worauf ich gern entgegne: Erstens gibt es schon immer die bestehenden Datenschutz- und Geheimhaltungsbestimmungen, und zweitens kann ein Unternehmen durch Webpublikationen nicht all seinen Lesern, Hörern oder Zuschauern alle Fragen beantworten (außer vielleicht, Sie setzen sich über den ersten Punkt hinweg). Ein bisschen Gratwanderung ist es schon, aber es ist vor allem auch eins: Die Chance sich als Marktleader zu positionieren und so dem Wettbewerb durch eine eigene positive Online-Reputation eine Nasenlänge voraus zu sein.

Was unterscheidet Social Media von Knowledge Management?

Posted by Tobias Mitter on Februar 7th, 2010 in Allgemeines | No Comments »

Ich habe vor kurzem nach einem Vortrag über den Social Workplace von einem DMS-Berater die Frage “Was unterscheidet Social Media denn eigentlich vom bekannten Knowledge Management?” gestellt bekommen. Neben der Erkenntnis, dass ich zukünftigen Vorträgen eine bessere Einordnung vorwegschicke, versuche ich eine kurze Antwort für den Unternehmensalltag:

  • Knowledge Management versucht, das Wissen vom Wissensträger unabhängig zu machen (s. Davenport et al.)
  • Social Media will ein Netzwerk der Wissensträger untereinander schaffen
Dies heißt nicht, dass Social Media in allen Aspekten ein Gegenentwurf zu Knowledge Management darstellt. Vielmehr lassen sich über Social Media viele der Ziele realiseren, die in den letzten 20 Jahren mit den Methoden des Knowledge Management nie den Sprung von der Theorie in die Praxis geschafft haben. Für Unternehmen und ihre CIOs sind dies gute Nachrichten. Die Zeit für Grabenkämpfe zwischen Knowledge Management und Social Media kann man sich somit sparen.

Permalink

| Leave a comment  »