Vortrag #3: Ein Dialog über Enterprise 2.0 im Unternehmensalltag
Posted by Bianca Gade on Mai 7th, 2010 in netmedia Events, Open Text | Keine Kommentare »
Daniel Kraft sprach heute auf den Open Text Content Days über das Brennpunktthema Enterprise 2.0 im Unternehmensalltag. Auch wenn ich das Thema schon kannte ist der Enthusiasmus, den Daniel an den Tag bringt, immer wieder sehr ansteckend. Über seine Erfahrungen mit oft sehr traditionell agierenden Kunden weiß der deutsch-Amerikaner zu berichten und die damit einhergehende Schwierigkeit, Änderungen in Unternehmen zu etablieren.
Bei der Beratung sei es daher notwendig, nicht mit technischen Details an das Thema heranzutreten, sondern erst einmal dem Kunden zuzuhören und durch gezieltes Fragen herauszufinden, was das eigentliche Business Ziel für das Projekt ist.
Das Web 2.0 trifft Enterprise, unstrukturierte Dialogprozesse treffen auf optimierte Organisationen. Und genau hier treffen zwei Welten aufeinander: Solange ein Prozess läuft, wie er laufen soll, ist alles wunderbar, sagt Daniel Kraft und nimmt als Beispiel den Workflow einer Reisekostenabrechnung. Ist alles damit in Ordnung, gibt es keinerlei Probleme, aber wehe es taucht eine Unstimmigkeit auf. Dann wird die Suche nach einem Ansprechpartner, mit dem man vielleicht einen unliebsamen Punkt besprechen möchte, zur Hürde. Genau diese Kommunikationsbarriere möchte netmedia gezielt abbauen.
Ziel eines jeden Projektes ist es, beim Kunden so viel Know-How wie möglich aufzubauen, damit dieser später immer mehr in die Selbständigkeit “entlassen” werden kann. Die Grundlagen für diese Arbeit bestehen dabei aus 4 Punkten:
- Aktiver Dialog gegen Unsicherheiten im Unternehmen
- Auch über Risiken und Gefahren zu sprechen
- Schaffung von Best Practices zur Selbstversorgung
- Und um all das zu schaffen bedienen wir uns unserer jahrelangen Erfahrung auf allen Unternehmensebenen
Daniel Kraft stellt dabei drei aufeinander aufbauende Lösungen und deren Schritte im Enterprise 2.0 vor:
Social Workplace bedeutet, besseren Zugang zu Informationen in standortübergreifenden Teams zu erhalten. Daraus entsteht für alle Beteiligte die Nutzung des kollektiven Wissens.
Schritt zur Lösung: Vereinfachter Zugang zu Wissen
Damit einzelne Mitarbeiter optimal miteinander arbeiten können, müssen alle nötigen Informationen bereitgestellt werden. Der Unterschied zum klassischen Intranet liegt nun dabei, dass Experten jeden Fachgebietes dieses Wissen ihren Kollegen zur Verfügung stellen. Das Auffinden dieses Wissens und die Motivation der Spezialisten diesen Input regelmäßig zu liefern ist der Schritt, der als erstes gegangen werden muss. Steht dieser, geht es weiter mit:
Social Business Design beschreibt den in die Geschäftsprozesse eingebundenen Social Workplace. Entlang dieser Wertschöpfungskette ist es möglich eigene Netzwerke innerhalb der Organisation entstehen zu lassen.
Schritt zur Lösung: Vernetzung des Unternehmens
Durch die aktive Förderung des Dialoges können die Unternehmensverantwortlichen die Kooperationen zwischen den Mitarbeitern stärken und so Unternehmensprozesse positiv beeinflussen. Der Dialog kann und soll dabei auch persönliche Gespräche beinhalten, der sich letztlich immer auch auf die Unternehmenskultur auswirken kann.
Der nächste und wahrscheinlich größere Schritt, ist der nach außen:
Reputation Management ermöglicht die Einbindung externer Ressourcen in die interne Dialogplattform und dient der Vernetzung und des einheitlichen Gesamtbildes nach außen.
Schritt zur Lösung: Community Bildung mit externen Ressourcen
Ist die Organisation intern im Dialog gefestigt und vernetzt, können hierzu externe Partner in den Social Workplace mit einbezogen werden. Dies können Berater, Lieferanten, Kunden oder sonstige Dienstleister sein, die für das Unternehmen von Bedeutung sind. Diese Einbindung schafft eine weitere Ausdehnung des internen Netzwerkes und erreicht so eine lebendige und starke Community.
Daniel Kraft schloss seinen Vortrag noch mit Folien zum Projektvorgehen und dem Portfolio abrundend ab, was mit allen anderen Punkten in dieser Präsentation eingesehen werden kann:
Auch wenn ich vielleicht etwas befangen bin, hat mir das Konzept ziemlich gut gefallen. Dass diese Meinung mit mir geteilt wird, zeigen nicht nur die Anfragen die momentan auf den Schreibtischen liegen, sondern auch die Gespräche hier auf den Content Days. Denn wie der Dramatiker Friedrich Hebbel bereits zu sagen wusste: Stetig ist der Wandel. Und genau den wollen wir mit fördern und mit unseren Partnern aktiv umsetzen.
Anmerkung: Der Vortrag wird am Montag hier im Blog veröffentlicht werden.



