Tim Mikša

Readiness Check: 50% der Unternehmen nicht reif für Social Business

Tim Mikša am 27. März 2013   Jetzt kommentieren




Endlich liegt sie vor, die Auswertung des Social Readiness Checks von beck et al. Seit Oktober haben rund 70 Unternehmen den Online-Fragebogen über die eigene kulturelle, organisatorische und technische Reife ihrer Social Readiness beantwortet. Die Erkenntnisse der Studie decken sich durchweg mit meinen Erfahrungen. Die wesentliche Punkte:

  • 50% der Unternehmen fühlen sich noch nicht reif für die Transformation zum Social Business. 37% halten ihre Unternehmenskultur hierzu für schlichtweg ungeeignet. Der Kommunikationsstil in den Unternehmen ist weiterhin hierarchisch geprägt.
  • Marketing und IT sind Treiber für Social Projekte. Social Sales spielt heute noch so gut wie keine Rolle.
  • Zwar lauten die wichtigsten allgemeinen Ziele: Wissensaustausch fördern, interne Kommunikation vereinfachen, Ideen austauschen, schnellere Problemlösung und Innovationskraft steigern, aber:
  • Strategische Geschäftsziele (Mehr Umsatz, weniger Kosten, besseres Time-to-Market, verbessertes Partner Bindung) stehen nicht im Vordergrund bzw. sind laut den Teilnehmern als unwichtig eingestuft.

Die Ergebnisse zeigen erneut, dass Social immer noch nicht als Chefsache angesehen wird. Statt vom Management strategisch geplant, herrschen in den Unternehmen vor allem taktische Experimente vereinzelter Abteilungen mit Bottom-Up Ansatz. Die Quittung: Die gewünschten Ziele werden nicht erreicht, die Adoption dauert wesentlich länger als erwartet und es besteht die Gefahr, dass die Initiativen hängen bleiben und eine Desillusionierung bei den Beteiligten eintritt.

Die Auswertung der Ergebnisse der Online-Umfrage im Detail: