Bianca Gade

BarCamp Braunschweig 2010

Bianca Gade am 09. November 2010   Jetzt kommentieren




und “meine” Kommunikation zu B2B

Ob Social Media für B2B interessant ist, ist eigentlich ein gänzlich unglücklicher Titel für eine Diskussion. Zumindest lehrte mich das der Besuch in Braunschweig. Warum? Es könnte zu einer Glaubens-Diskussion werden, darum. Aber mal von vorne.

Vom 5. bis 6. November fand das Barcamp in Braunschweig statt. Im Gepäck hatte ich zwei Sessionvorschläge, unter anderem eben aus besagter Diskussion. Angekündigt hatte ich die strategische Ausrichtung von Social Media, auch im Hinblick darauf, den Geist für die interne Kommunikation zu öffen. Nein, so gut war es nicht, denn so wie es sich herausstellte, sind die Begriffe noch lange nicht bei jedem so angekommen wie beim Nachbarn links und rechts daneben. Kurz gesagt: Es wurde mehr darüber diskutiert, was Social Media eigentlich ist als Erfahrungen auszutauschen. Das war sehr schade, nicht nur für mich sondern vor allem auch für diejenigen, die sich mehr Informationen zur Strategie wünschten.

Getrieben von dieser irrgeleiteten Diskussion bin ich den Vorschlag einiger Teilnehmer nachgegangen und begann noch am Abend Folien zum Social Workplacezusammenzustellen. Im Portfolio sollte angeschnitten werden: Strategie, Studien, CaseStudies und ein bisschen Technik. Alles habe ich nicht erzählen können doch ich denke es kam rüber, was ich sagen wollte: Beim Social Workplace geht es immer um den Menschen.

Nach einer groben und absichtlich übertrieben-vereinfachten Definition was B2B, B2C, Social Media und Enterprise 2.0 bedeuten, begann die eigentliche Präsentation mit der strategischen Vision zur B2B Kommunikation. Es handelt sich dabei um einen roten Faden,  eine Möglichkeit das Thema anzugehen: Für sich, für das Unternehmen und für dessen Ziele.

Vom Mitarbeiter -> zum Team -> zur Company -> zur Community – eigentlich nur drei Stritte aber jeder einzelne mit häufig sehr schweren Betonklötzen dran, was auch diecentrestage Studie von 2010 verdeutlicht. Auch ginge es nicht um irgendwelche Tools, es geht vor allem um Ziele. Das Beispiel der Synaxon AG war im Anschluss die Case, die beispielhaft positive Zahlen belegen, die durch die Änderung ihrer Organisationsstruktur und die Einführung einer Collaborationsplattform (in dem Fall ein Wiki) zustande kamen. Aber funktioniert B2B Kommunikation auch nach außen?

Recruiting war dann mein Beispiel, wie ein B2B Unternehmen Sinn darin findet, sich auf den sozialen Plattformen aufzuhalten. Dazu ein paar Zahlen von monster.de´2 Recruiting Trends 2010, die übrigens über die Adresse studien@monster.de weiterhin noch angefordert werden kann.

Ich denke, einiges wird auch schon die Präsentation aussagen. Falls sie das nicht tut und noch Fragen offen sind oder Diskussionsbedarf besteht, nur zu. Denn leider machte das leckere Essen eine Sessionverlängerung etwas zunichte, was sich jedoch durch selbiges ganz schnell wieder gut machte. Die Gespräche währenddessen zu führen, war sowieso viel angenehmer :)

An der Stelle noch mal Danke an die Barcamp Organisatoren. Die Größe war perfekt zum Netzwerken, die Orga mit Essen und den Sessions haben super geklappt – ersteres war zudem noch extrem lecker. Hut ab und Applaus und vielen Dank auch an die Sponsoren.