Bastian Wilkat

Mehrwert & Akzeptanz: Die wichtigsten Fitnessregeln für Ihr Social Business

Bastian Wilkat am 18. Februar 2014   Jetzt kommentieren




In den letzten Jahren haben viele Berater (ja auch wir) über Social Adoption, also die Akzeptanz und Nutzung sozialer Plattformen durch die Mitarbeiter, gesprochen und geschrieben. Ich möchte heute statt der trockenen Vorstellung konkreter Maßnahmen und Tools, einen anderen Weg gehen und Sie in die analoge Welt des Kraftsports entführen. Für uns sportbegeisterte netmedianer längst überfällig.

Stellen Sie sich vor...

Ihre Freunde und Ihr Gewissen liegen Ihnen schon lange in den Ohren. Jetzt ist es endlich soweit. Sie betreten das erste Mal ein Fitnessstudio: Expander, Rudergeräte, Kettlbells, und Beinpressen heißen einige der Sportgeräte. Die Übungen haben Namen wie Crunches, Dips, French-Press, Squats und Shrugs. Sie sind zunächst überfordert, doch eine geschulte Fachkraft eilt Ihnen schon zur Hilfe und fragt nach Ihren Zielen: Fettabbau, Muskelaufbau oder Steigerung der allgemeinen Fitness. Daraufhin erarbeiten Sie gemeinsam einen Trainingsplan mit 18 verschiedenen auf 3 Trainingstagen die Woche verteilten Übungen und die Trainerin beginnt mit der Einweisung.

Im Social-Business Projekt:
Sie sind ein Nutzer und wurden durch interne Werbekampagnen auf eine frisch gelaunchte Social Plattform aufmerksam. Sie melden sich das erste mal an und werden von den einzelnen Werkzeugen und Möglichkeiten fast erschlagen. Deswegen besuchen Sie Schulungen bzw. Workshops in denen Sie erarbeiten, wie Sie verschiedene Tools in konkreten Fällen nutzen können (Use Cases).

Zwei Studios sind genauso gut wie eines?

Ihnen wurden mittlerweile die Hälfte der konkreten Übungen gezeigt, da sagt die Trainerin zu Ihnen:,,Für alle Brust und Rücken betreffenden Übungen müssen Sie in das Studio auf der anderen Seite der Straße wechseln. Aber dann erreichen Sie Ihre Ziele auf jeden Fall!” Obwohl Ihr Körper gerade erst die Betriebstemperatur erreicht hat, packen Sie Ihre Sporttasche und wollen das gegenüberliegende Studio betreten. Dummerweise wird Ihre Mitgliedskarte nicht erkannt - Sie seien dort noch nicht registriert sagt man Ihnen. Sie sehen an den Wänden des Studios Bilder gutaussehender und sportlicher Menschen, atmen kurz durch und registrieren sich, damit Sie auch wirklich Ihren Plan durchziehen können.

Im Social-Business Projekt:
Sie haben erste Anwendungsfälle erarbeitet und wissen, wie Sie bereits erfolgreich besser kommunizieren können. Sie haben jedoch auch einige Einsatzmöglichkeiten entdeckt, die nicht von der Hauptplattform abgedeckt werden. Die IT stellt dafür weitere Tools bereit. Es kommt zu einem Bruch in der User-Experience.


Mehr ist immer besser?

Wieder gut gelaunt wollen Sie also weiter machen und sich den ersten Rückenübungen widmen. Leider lässt sich weit und breit kein Trainer finden. Ein anderer Gast sagt Ihnen, dass Sie nur im ergänzenden Studio seien und hier außer am Empfang keine weiteren Menschen, also auch keine Trainer arbeiten. Die selbe Person bietet Ihnen an Ihnen weiterzuhelfen. Dem Körper nach zu urteilen hat der junge Herr die nötige Erfahrung. Als erstes zerreisst er Ihren alten Trainingsplan: Wenn Sie Anfänger sind und Muskeln aufbauen wollen, reichen die ersten 6 Monate Grundübungen: Kniebeugen, Bankdrücken und Klimmzüge - dafür brauchen Sie die ganzen Geräte nicht und Sie erreichen Ihr Ziel schneller!”

Sie verlassen das Studio, wie Sie vor einer Stunde angefangen haben: verwirrt. Ob Sie es ein weiteres Mal versuchen, wissen Sie noch nicht.

Im Social-Business Projekt:
Da das interne Marketing transparent kommuniziert, warum es mehrere Plattformen gibt, wollen Sie es wenigstens probieren. Sie werden durch das fremde Interface mit zur Hauptplattform teils redundanten Funktionen verwirrt. Leider finden Sie keine Ansprechpartner die wirklich Ahnung davon haben. Frustiert überlegen Sie sich, ob und wie sie die Tools in Zukunft einsetzen wollen - schließlich wollen Sie einfach nur gute Arbeit leisten und sich nicht stundenlang mit der Technik herumschlagen.

Und wie erreichen Sie nun Akzeptanz?

Vorab: Der Business Case muss klar sein, die dafür entscheidenden Use Cases müssen analysiert werden und aus den Perspektiven Mensch, Technik und Geschäftsprozesse angegangen werden. Sukzessive können die Funktionen erweitert werden. Darüber hinaus wird die Akzeptanz von Social Software erhöht, wenn es sich um eine integrierte Plattform handelt, in welcher der Mitarbeiter alles findet (Kommunikation, Dokumentenmanagement, SAP-Self-Services, Termin- und Taskplanung, Wissensmanagement, Expertensuche) und das am besten mobile.

Wenn Sie einen spürbaren (Trainings-)Effekt für Ihr Business erzielen wollen, ihr Unternehmen dauerhaft auf gesunde Füße stellen wollen und nachhaltigen Erfolg durch Social haben wollen: Lassen Sie uns über Ihren Trainingsplan sprechen.

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Dieser Artikel ist Teil der Blogpostreihe zur Cebit Social Business Arena