Bianca Gade

Kommunikation ist wertvoll

Bianca Gade am 15. September 2011   Jetzt kommentieren




Buntstifte

Buntstifte

Ich kann mich nicht erinnern, jemals Buntstifte für mich gekauft zu haben. Vermutlich habe ich das auch nie, weil meine Eltern das damals übernommen haben. Aber diesmal hatte ich einen guten Grund, mir Stifte zu besorgen, denn ich wollte malen. Auch schon Jahre her, seit ich das getan habe und nicht wirklich erfolgreich, wenn man es genau nimmt. Nein, malen und zeichnen war nicht meine Stärke, aber auch das sollte ich wieder tun – und hatte bei dem Gedanken daran gemischte Gefühle. Da lagen sie vor mir: Zwei weiße Seiten, die es zum Thema “Kommunikation ist wertvoll” mit eigenen Ideen und Gedanken zu füllen galt. Aber warum das alles?

Judith Torma, Rhetorik-Coach aus Rathenow, hat eine ganz besondere Blog-Parade ausgeschrieben, die neben dem Medium Internet auch noch das handfeste Buch namens Frida beinhaltet. Bereits elf Teilnehmer schildern in Bild und Text (weitere 15 sollen noch folgen), was für sie Kommunikation ist, und welchen Nutzen sie daraus ziehen. Die Bandbreite erstreckt sich von Marketing und PR zu Rhetorik und nun auch zu “Interne Unternehmenskommunikation”.Die Gedanken dazu habe ich in vier Kategorien aufgeteilt und hauptsächlich mit Bildern visualisiert. Und vieles von dem, was ich aufgeschrieben habe, ähnelt dem, was wir in unseren Präsentationen gerne verdeutlichen. Es geht um Herausforderungen, um Veränderung, das Kommunikationskonzept und die daraus resultierenden Erfolge.

1. Die Herausforderung

Die Herausforderung

Die Herausforderung

Das Bild zeigt links das Netzwerk, mit Fokus auf die einzelne Person. Rechts im Bild ist die Struktur eines klassischen Unternehmens abgebildet. Beides sind unterschiedliche Welten, die bei der internen Unternehmenskommunikation aufeinander treffen: Das Netzwerk hat einen ausgeprägten demokratischen Charakter mit selbstkontrollierenden Mechanismen. Die Unternehmenswelt ist in der Struktur hierarchisch, und ihr Mechanismus unterliegt einer prozessgesteuerten Ordnung.

2. Kommunikation verändert…

Unterhalb des Netzwerkbildes werden die Veränderungen beschrieben:

  • Kultur: Wer Kommunikation fordert, sollte Offenheit und Transparenz fördern, um eine Kultur des Helfens unter den Mitarbeitern zu etablieren.
  • Gesinnung: Die Gesinnung hat auch ein Stück weit mit Kultur zu tun und ist Ausdruck dessen, was jeder Mitarbeiter zu seinem Gegenüber verspürt. Und da Kommunikation Vertrauen fördert, verändert sich die Gesinnung mehr hin zum Miteinander. Das Team gewinnt an Bedeutung.
  • Umsetzung: Die Umsetzung ist eine Frage der Motivation. In einem Team, in dem eine offene und transparente Kommunikation eine Vertrauensbasis schafft, ist das Arbeiten sehr viel angenehmer. Und das motiviert viele Menschen zu Eigenengagement – weil sie sich bestätigt fühlen und so in ihren Aufgaben aufgehen.

…klassische Organisationsstrukturen

Was genau die Kommunikation in den Organisationen an Veränderungen unterstützt:

  • Kultur: Im Gegensatz zur Offenheit und Transparenz sind Organisationen oft in eine undurchsichtige Decke gehüllt. Sie sind eher verschlossen und geben fast nur dann etwas von sich Preis, wenn es sich verkaufen lässt. Jeder arbeitet für sich – eingebettet in Workflows und Prozesse.
  • Gesinnung: Konkurrenz belebt das Geschäft. Eine Haltung, die im Wettbewerb zwischen Unternehmen einleuchtet, doch Mitarbeiter verängstigen oder frustrieren kann. Wer nur Einzelleistung fördert, bekommt nur Einzelkämpfer. Wer Teams fördert, gewinnt ein Mehr an Teamkollegen.
  • Umsetzung: Was über Jahre für Unternehmen galt, nämlich Mitarbeiter durch Druck zu höheren Leistungen zu bringen, kann bei Wissensarbeitern zur Demotivation führen. Denn wer frustriert ist oder gar Angst um seine Arbeitsstelle hat, tendiert vermutlich weniger dazu, Wissen mit seinen Kollegen austauschen.

3. Das Kommunikationskonzept

Gezeichnet wurde hier der Blickpunkt von innen nach außen, also angefangen am Mitarbeiter hin zur externen Kommunikation und zum Marketing. Die strategische Entwicklung erfolgt in der Reihenfolge:

  • Mitarbeiter: Mehr als andere sind Wissensarbeiter stark darauf angewiesen, sich mit seinen Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen, um gegenseitig Wissen auszutauschen. Elementar für den Wissensaustausch ist für jeden die Frage, was er selbst davon hat. Der Austausch sollte themenbasiert stattfinden dürfen und nicht ausschließlich abteilungsintern und standortbezogen.
  • Team: Wie motiviert man aber Mitarbeiter zur Kommunikation und damit zu Wissensaustausch im Unternehmen? Faktisch ist der Mensch ansich schon kommunikativ – man darf es ihm nur nicht schlecht machen. Und so blüht er richtig auf, wenn er Anerkennung für seine Worte und Taten erhält – das Prinzip der Belohnung durch die Kollegen fördert die Kommunikationsbereitschaft.
  • Company: Die Aufgabe des Managements und Unternehmensführung ist, den aufkeimenden Dialogen Raum und Platz zu bieten, um sich zu entfalten. Dies kann es tun, indem es die gewünschte Kultur selbst vorlebt und auch indem es die nötigen Werkzeuge dafür bereit stellt.
  • Community: In Zeiten von Social Media ist es wichtig, dass Unternehmen authentisch auftreten. Allein die Kommunikationsbereitschaft von PR und Marketing auf Kritik, Anregungen oder Fragen von außen zu reagieren reicht nicht aus, da Antworten ohne interne Vernetzung oftmals nicht ausreichend oder schnell genug erfolgen können. Ein Unternehmen, das sich nicht intern darauf vorbereitet, wird extern nicht das volle Potential ausschöpfen können. Daher sind die ersten beiden Schritte vom Mitarbeiter zum Team und vom Team zur Company entscheidend für den Erfolg mit externen Partnern.

4. Die Erfolge

Eine Reihenfolge von mehreren Punkten schmückt den linken, unteren Teil der Buchseite. Ich möchte sie nicht alle plump aufzählen und verweise daher auf einige Studien, die wir im Laufe der Jahre zum Social Workplace und zur unternehmensinternen Kommunikation gesehen haben.

Fazit

Alles in allem steckt bis jetzt viel Arbeit, aber vor allem sehr viel Spaß und persönliche Leidenschaft in dieser Blog-Parade. Meine Buntstifte sind noch nicht aufgebraucht und wer weiß: Vielleicht werde ich sie wieder für etwas ähnliches einsetzen. Lust dazu habe ich bekommen.

Und nun kann das Buch weiter auf seine Reise gehen. Ich bin gespannt, welche neuen Gedanken es dann diesmal einfangen und visualisieren wird.

Kommentare

JTG_Rhetorik
Gefällt mir sehr, mein passender Beitrag folgt dann in den nächsten Stunden! Bitte noch die Info zusenden Danke Judith Torma G


Bianca Gade
Info ist schon fast fertig. Kommt in den nächsten Minuten per Mail! :)
Kommunikation ist wertvoll als interne Unternehmenskommunikation – 12. Beitrag von Bianca Gade » Rhetorikblog.com - Rhetorik für Macher
[...] Den gesamten online Beitrag finden Sie hier. [...]