Tim Mikša

Mehr Mitarbeiterbeteiligung im Social Intranet: Das Adoption Framework

Tim Mikša am 07. Mai 2013   Jetzt kommentieren




Das Adoption Framework dient als Leitfaden, um mehr Beteiligung im Social Intranet zu erzielen und hilft der Unternehmenskommunikation, ihre eigene Rolle im Social Workplace zu finden.

Das Intranet spielt heute eine zentrale Rolle in der internen Kommunikation. Neben der schnellen und Zielgruppen-angepassten Verbreitung von Inhalten bietet es einen direkten Rückkanal vom Mitarbeiter zur Unternehmenskommunikation. Entwicklungen wie Kommentarfunktionen bei News und Bewertungsmöglichkeiten von Inhalten via Punkt-/Sternvergabe oder Like-Buttons versprechen eine neue Dynamik und neue Chancen. Erstmals wird nahezu in Echtzeit die Resonanz auf Nachrichten sichtbar – für das gesamte Unternehmen. Dies bietet für die Abteilung die Chance, ständig dazuzulernen, wie Botschaften aufgenommen werden und wo nachjustiert werden muss.

Weniger als 1 % der Mitarbeiter beteiligen sich

Mit der neuen Transparenz kommen jedoch auch neue Fragen auf. Was bedeutet es für die Arbeit der Unternehmenskommunikation, wenn wenig oder keine Resonanz erfolgt? Viele Social Intranets verzeichnen Beteiligungsraten von deutlich weniger als 1 % der Mitarbeiter bei den Inhalten der internen Kommunikation. Gleichzeitig zeigen Statistiken, dass gerade die Inhalte mit viel Interaktion der Nutzer wiederum die höchste Aufmerksamkeit erhalten. Wenn die Chancen besserer Kommunikation im Unternehmen klar erkannt sind, wie lässt sich dann die Beteiligung – die Adoption - im Social Intranet verbessern? Der Kommunikationsabteilung kommt hierfür eine entscheidende Rolle zu: Die Inhalte sind das Schmiermittel für erfolgreiche Intranets, und hier liegt die Kernkompetenz der Abteilung. Die Prinzipien des Web 2.0, die sich im Social Intranet finden, sind mittlerweile 10 Jahre alt. In dieser Zeit hat sich gezeigt, was die Erfolgsfaktoren sind. Aus diesen Erkenntnissen und Best Practices haben wir ein Framework entwickelt, dass Unternehmen zu einer gezielten Vorgehensweise für mehr Beteiligung bringt.

Adoption Framework - 3 Blickwinkel als Basis für den Erfolg

Erfolgreiche Kommunikation mit Social bedingt, den Menschen - also die Mitarbeiter - in die Gleichung miteinzubeziehen. Bisher ist häufig lediglich der Business-Aspekt Treiber der Unternehmenskommunikation gewesen: Das Management wollte eine Botschaft verbreiten, die oft eine Veränderung bewirken und Mitarbeiter zum Handeln anregen sollte. Dafür hat die IT die Technologie zur Verteilung bereitgestellt. Ein erfolgreiches Social Intranet bringt Business und Technik mit den Sichtweisen der Mitarbeiter zusammen. Erst so entfaltet sich die Dynamik digitaler sozialer Kommunikation. Dabei gibt es in jedem Bereich verschiedene Aspekte zu beachten. Die nachstehende Grafik zeigt das Framework mit den Aspekten der jeweiligen Bereiche in der Übersicht.

Social Workplace Adoption Framework

Viele Social Intranets sind im Bereich Technologie bereits gut aufgestellt. Das Problem geringer Akzeptanz wird primär durch Lücken in den Bereichen Mensch und Business verursacht. Allein die Notwendigkeit der Wertschätzung der Mitarbeiterbeteiligung wird häufig ungenügend verstanden und nicht konsequent umgesetzt. Das zeigt sich zum Beispiel darin, dass Kommentare unbeantwortet bleiben, und dass keiner der Verantwortlichen Stellung bezieht oder keine der Anregungen Eingang in geschäftliche Entscheidungen findet.

Allianz mit IT und weiteren Abteilungen erforderlich

Die Breite der Faktoren für erfolgreiche Adoption macht schnell deutlich, dass die Unternehmenskommunikation die vollständige Umsetzung nicht alleine leisten kann. Hier haben sich in den letzten Jahren sinnvolle Koalitionen gezeigt, die – am besten im Rahmen eines wöchentlich tagenden Social Intranet Boards – gemeinsam die notwendigen Maßnahmen vorantreiben. Der Unternehmenskommunikation kommt jedoch dabei eine führende Rolle zu. Sie muss im Unternehmen nach oben und nach unten wirken, um eine erfolgreiche Kommunikationskultur zu etablieren und dabei selbst ihre Rolle im Social Workplace, der “Arbeitsumgebung der Zukunft”, zu finden.

Mit klarem Vorgehen zu nachhaltiger Veränderung

Die Etablierung einer neuen Kultur geschieht nicht über Nacht. Deswegen ist besondere Vorsicht bei schnellen Heilsversprechen und technischen Sofortlösungen angebracht. Entscheidend ist, die eigenen Bedarfe und Schwachstellen zu kennen und ein klares Vorgehen zu verfolgen. Und sich dort Hilfe zu holen, wo eine Unternehmenskommunikation alleine nicht erfolgreich sein kann. Das Adoption Framework hilft hierbei aufzuzeigen, wo Lücken zu schließen sind, und an welchen Bereichen gearbeitet werden muss.

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