Tim Mikša

Social Business Murmeltiertag oder "Wann wacht das Management auf?”

Tim Mikša am 09. Oktober 2012   Jetzt kommentieren




Sie kennen sicherlich die 90er Filmkomödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" in der Bill Murray den Wetteransager Phil Connors mimt, der in einer Zeitschleife feststeckt? Er wacht jeden Morgen auf und erlebt immer wieder denselben Tag. Ganz so schlimm ist es (noch) nicht, aber die Gespräche und Diskussionen, die ich bei Unternehmensführung bezüglich des Mehrwerts von sozialer Vernetzung im Unternehmen miterlebe, haben teilweise leichte Züge des Murmeltiertags. Es sind immer wieder die gleichen Formulierungen: "Wann sollen wir das denn machen, wir haben doch schon so viele strategische Projekte?", "Bringt uns das wirklich kurzfristig etwas messbares?" usw. Gleichzeitig häufen sich die Studien von Institutionen, Unternehmensberatern oder Softwareherstellern zu diesem Thema. Die Grundaussagen dieser Untersuchungen sind eindeutig:

Darüber hinaus lassen sich die Kosten- und Zeiteinsparungen beispielsweise im Vertrieb oder bei der Produktentwicklung durchaus konkret zahlenmäßig fassen. Je nach Unternehmensziel können aber auch allein weiche Faktoren wie Qualitätsverbesserungen im Kundenservice oder die Möglichkeit, seinen Mitarbeitern (oder potentiellen neuen Mitarbeitern) eine attraktive, moderne Arbeitsumgebung zur Verfügung stellen zu können, schon ausschlaggebend sein. Grundsätzlich wird jeder Unternehmensbereich von besserer Zusammenarbeit und Kommunikation profitieren.

Wie also ist zu erklären, dass sich das Management so schwer tut, die strategische Chance zu ergreifen und die notwendige Modernisierung der Zusammenarbeit im Unternehmen voranzutreiben? Meiner Erfahrung nach sind sich Vorstand und C-Level durchaus darüber bewusst, dass sich etwas ändern muss. Bei persönlichen Gesprächen auf diesen Ebenen höre ich, dass viel Unsicherheit darüber herrscht, welches die richtigen verkraftbaren Schritte für das Unternehmen sind, wo zu beginnen ist und wie stark die eigene Rolle betroffen ist. Durch Vorträge und Dialoge zum Leadership 2.0 konnten wir in den vergangenen Monaten jedoch oft den entscheidenden Impuls für den Aufbruch zum Social Workplace geben und freuen uns, diese Unternehmen auf ihrem Weg zu begleiten.

Übrigens: Im Film nutzt Phil jeden Murmeltiertag, sich Gedanken über sein eigenes Verhalten zu machen, neue Talente zu entwickeln und "socialiger" zu werden. Damit gelingt es ihm schließlich, den Zauber zu brechen und die Zukunft zu erleben.

Kann sich Ihr Unternehmen noch weitere Murmeltiertage leisten oder wollen Sie die Potentiale des Social Business ab morgen nutzen? Sprechen Sie Ihr Management mal darauf an, wir helfen gerne bei der Initialzündung.