Bianca Gade

Enterprise 2.0 Monatsrückblick Juni 2012

Bianca Gade am 03. Juli 2012

 

Ein aufregender Monat liegt hinter uns. Veranstaltungen wie das Barcamp Bodensee, das Dresdner Zukunftsforum, der IOM-Summit in Köln und diverse andere Dinge, hielten uns auf trapp. Ein schönes Ereignis war, dass die aktuelle Ausgabe des Magazins Website Boosting erschien, die auch von uns einen Artikel enthält (Die Social-Media-Marketing-Lüge). Nun möchte ich Sie nicht länger auf die Folter spannen, hier ein kleiner Abriss der Lesetipps: Eine Studie untersuchte die sozio-technischen Einflüsse auf den Arbeitplatz der Zukunft und stellt uns diese im Amazon-Store zur Verfügung. Eine weitere Studie, die wir Ihnen empfehlen möchten, stellte fest, dass und wie sich unsere Arbeitsmuster langsam aber sicher verändern. Weiterhin gibt es einen Start-Up-Tipp hinsichtlich einer (teils freien) Software für Dokumentenmanagement und anschließend drei Artikel, die ich Ihnen besonders ans Herz legen möchte: Einen zur Veränderung der Unternehmenskultur durch Digital Natives, dann das Valve Mitarbeiterhandbuch und außerdem ein Bericht, in dem eine junge Frau ihre ersten Erfahrungen in einem Social Workplace schildert. An der Stelle viel Spaß beim Lesen und viele inspirierende Momente!

Future Workplace: Eine Untersuchung sozio-technischer Einflüsse auf den Arbeitsplatz der Zukunft
Studie: Das perfekte Zusammenspiel aus Mensch, Organisation und Technologien braucht der Wissensarbeiter von heute. Die in der Studie identifizierten Trends und Treiber werden anhand eines Rasters aus der Future-Internet-Forschung nach ihrem Einflussbereich in die Kategorien Menschen, Daten, Services und Dinge eingeordnet. Die Studie zeigt aktuelle und zukünftige technologische Trends auf, die auf Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle, die darunterliegenden Geschäftsprozesse und damit auf den Arbeitsplatz jedes einzelnen Mitarbeiters einwirken.

Mozy-Studie: Wir arbeiten schon 46 Minuten, bevor wir ins Büro kommen, 9 to 5 ist tot
Die Studie mit dem seltsam klingenden Namen bestätigt das, was viele von uns schon ahnten: Flexibles Arbeiten führt zu einer Veränderung der Arbeitsmuster. Wir arbeiten schon, bevor wir zur Arbeit kommen. Danach ist noch lange nicht Feierabend und dazwischen wird aber auch mal Privates erledigt - wie z.B. Zähneputzen.

Doo: Alle Dokumente an einem Platz
Manchmal lohnt sich ein genauerer Blick auf Start-Ups so wie dieses hier das verspricht, was viele vor ihm schon nicht halten konnten. Die Rede ist von Doo, eine Software für Dokumente um das gerade ein kleiner Hype entsteht. Immerhin hat XING-Gründer Lars Hinrichsen darin investiert; das muss nicht, aber kann was heißen. Die Applikation sorgt dafür, dass Dokumente aus verschiedenen Quellen importiert werden können, dann automatisch getaggt werden und in der Cloud landen. Schrifterkennung ist inklusive um die Schriftstücke später auch wieder zu finden. Wir dürfen gespannt

Öffentlichkeitsarbeit: Kommunikation besser organisieren
Wo die Unternehmenskommunikation noch Schwächen hat, zeigen eine Reihe von umfassenden Studien. Wie Unternehmensschefs am Besten eine Neuausrichtung dieses Bereiches anstoßen und was eine moderne Kommunikationsabteilung heute erledigen muss, behandelt dieser Artikel. Fünf zentrale Funktionen wurden dabei herausgearbeitet: Vernetzung, Feedback, Frühwarnsystem, Wertevermittlung und Unterstützung. Doch nicht nur die Spitze ist entscheidend. Es ist vor allem auch die Organisationsstruktur.

Digital Natives werden die Unternehmenskultur verändern
Vorneweg: Der Artikel ist diskussionswürdig. Und zwar deswegen, weil allein das Wort Digital Natives eine Sorte Menschen einklammert, die aus Sicht vieler noch lange nicht im Web 2.0 angekommen sind. Lesenswert ist er jedoch allemal, denn es steckt auch viel Wahrheit in ihm.

Valve - Handbook for employees
Der Gameproducer Valve veröffentlichte sein Mitarbeiterhandbuch im Netz - und das hat es in sich: So steht beschrieben, dass Projekte nicht von jemanden zugeordnet, sondern von einem selbst ausgesucht werden. Der Projektleiter ist keine Authoritätsperson sondern jemand, der das Projekt im Auge hat und dem Team Informationen zur Verfügung stellt. Es gibt keine Jobbeschreibungen und keine speziellen Aufgaben, die zugewiesen werden. Alles läuft auf freiwilliger Basis. Ein Regelwerk aus einem Unternehmen, das weitestgehend ohne Hierarchie auskommt - und gerade deswegen so spannend.

A week in the digital workplace
Dank Björn Negelmann, stieß ich auf ein tolles, frei erhältliches Whitepaper. James Robertson erzählt darin die Geschichte einer jungen Frau, die in einem für sie neuem Unternehmen anfing und eine Woche lang über ihren neuen - übrigens digitalen - Arbeitsplatz berichtet. Es ist eine Geschichte von Effizienz, Motivation und Leadership 2.0 in einem Social Workplace.