Katharina Brogsitter

Generation Y ist nicht gleich Generation Y

Katharina Brogsitter am 03. März 2015

 

Wir Menschen aus der Generation Y (Jahrgänge zwischen 1980 und ca. 1989) scheinen etwas richtig gemacht zu haben, wobei sich selbst die Wissenschaft nicht einig ist, welche Jahrgänge genau zu dieser Generation zählen. Die Wirtschaft und ältere Generationen in Führungspositionen haben Respekt vor uns, weil wir ihre Arbeitswelt auf den Kopf stellen und vermeintlich alles anders machen wollen, als es jetzt bereits ist. Doch entspricht das überhaupt der Wahrheit? Sind wirklich alle Menschen meiner Generation der Auffassung, dass die bisher bestehenden Werte und Normen der Arbeitswelt zwangsläufig geändert werden müssen?

Wir werden behandelt, als wären wir alle gleich
Ich stelle die Behauptung auf, dass der Hype um uns vollkommener Blödsinn ist. Warum? Weil ich der festen Überzeugung bin, dass man alle Menschen einer Generation nicht über einen Kamm scheren sollte. Ein Beispiel aus meinem privaten Umfeld. Mit meinen Freundinnen aus Kindheitstagen verbringe ich immer noch sehr viel Zeit. Wenn ich unsere Entwicklung betrachte, dann würde ich sagen, ist sie in zwei Gruppen einzuteilen. Nach dem Abitur wollte die eine Hälfte die Welt erkunden und sich selbst finden, die andere Hälfte wiederrum wollte so schnell wie möglich Geld verdienen und keine Zeit vergeuden, um die Karriere zu starten. Ausbildung und Studium wurden von der einen Seite schnellstmöglich absolviert, die andere wechselte auch gerne mal das Studium oder den Studienort und war sich auch während dessen gar nicht so sicher, ob das alles das Richtige für sie sei.

Uns kann man aber mindestens zweiteilen
Finden Sie, dass beide Gruppen ein typisches Abbild der Generation Y darstellt? Ich empfinde das auf jeden Fall nicht so. Ich könnte nun noch viele weitere Beispiele anführen, die immer wieder bestätigen würden, dass der Drang nach Freiheit und einer Neuauflage seines Selbst nicht für jeden von uns zutrifft, insbesondere auch dann, wenn weitere Bildungsschichten hinzugefügt werden. Für Themen, wie Verantwortung im Beruf übernehmen oder Festanstellung würden Sie immer wieder mindestens diese beiden Meinungspole entdecken. Ich persönlich fühle mir auf den Schlips getreten, wenn in Vorträgen oder Artikel von der Generation Y gesprochen wird und eine Beschreibung folgt, die nicht auf mich zutrifft. 

Jede Generation ist anspruchsvoll und das ist auch gut so
Doch was möchte ich damit eigentlich zum Ausdruck bringen? Mit Sicherheit hat jede Generation einen Anteil von Menschen, der die zugehörigen Jahrgänge maßgeblich beschrieben hat. Meines Erachtens nach sollten Unternehmen sich aber nicht aufgrund einer besonders anspruchsvollen Generation, bzw. eines Teils einer Generation, erst ändern. Denn seien wir doch mal ehrlich: jede Generation ist auf ihre Art und Weise anspruchsvoll. Vielmehr sollten Bedürfnisse und der Wandel der Gesellschaft, innovative Technologie und Zukunftstrend einen Ansporn liefern als Unternehmen attraktiv zu bleiben, damit die Unternehmung auch in Jahren noch Bestand haben wird.

Gesellschaftliche Themen und Trends als strategische Grundlage
Der strategische Fokus sollte sich vielmehr an hoch aktuellen, gesellschaftlichen Themen orientieren und eine Effizienz schaffen, die dafür Sorge trägt, dass die Zukunftssicherung des Geschäfts das Hauptanliegen ist. Zukunftssicherung würde zum Beispiel auch bedeuten, dass das unternehmensspezifische Wissen im Unternehmen gespeichert wird, um eben auch nachfolgenden Mitarbeitern, wie denen aus der Generation Y, einen Zugang zu einem Wissenspool zu gewähren, zu dem sie sonst keinen Zugang erhalten würden.

Diverse Teams als Innovationsquelle
Nutzen Sie das Potential vielfältiger, bunt gemischter Teams, indem Sie aktiv zu einem Austausch nicht nur anregen, sondern auch einen digitalen Ort dafür zur Verfügung stellen. So werden Sie aus verschiedenen Blickwinkeln inspirierende Anregungen für Ihre Unternehmung erhalten, die sich an den jeweiligen Sichtweisen ausrichten und Sie erreichen gleichzeitig eine Dokumentation für die nachfolgenden Generationen.

Ein Perspektivwechsel als Chance
Versuchen Sie als Unternehmer also mal die Perspektive zu wechseln und nicht von den Mitarbeitern oder einer ganz spezifischen, außergewöhnlichen Gruppe auszugehen, sondern von den Bedürfnissen des Marktes. Denn dem Markt ist es in Wirklichkeit egal, mit welcher Generation als Belegschaft Sie momentan zu kämpfen haben. Bei der Schaffung eines offenen Kommunikationsraumes für Ihre Zukunftssicherung sind wir Ihnen gerne behilflich – sprechen Sie uns einfach an.