Bianca Gade

JamCamp Tag 4: Besuch von Fliplife, der Bundeswehr und der XING Lounge Köln

Bianca Gade am 21. Oktober 2011

 

IMG_0181.jpgAm 13. Oktober fuhren wir gleich drei Stationen an. Als erstes lösten wir unsere Einladung bei United Prototypesein, der Dachfirma des Social Gaming Projektes Fliplife. Unsere beiden Gastgeber Ibrahim Evsan und Thomas Bachem erzählten uns begeistert über ihr Unternehmen.

Punktuell möchte ich ein paar Informationen wiedergeben:

  • Die Belegschaft besteht aus 25 Mitarbeitern im Herzen von Köln.
  • Die Unternehmenskultur ist sehr offen, transparent und demokratisch.
  • Sie leben das papierlose Büro (weitestgehend).
  • Es gibt kein Herrschaftswissen, alles wird in einem Wiki veröffentlicht.
  • Für Konflikte gibt es u. a. Nerv-Guns (Schaumstoffpistolen), deren Munition nach der Arbeit auf Kollegen verschossen werden darf.
  • Die Arbeit soll Spaß machen, um auch das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv zu machen.

Nach dieser kurzen Einführung erzählte Ibo uns anschließend etwas ausführlich über die Idee des Social Adventures und damit jene, die hinter Fliplife steckt:

Fliplife war mal ein etwas anderes Thema auf unserer Tour, und wirklich sehr spannend. Ein Gamer bin ich zwar nicht, aber die Idee dahinter zu sehen und von den Gründern selbst erklärt zu bekommen, war einzigartig.

BWI

Der zweite Besuch an diesem Tag war bei der Bundeswehr in Wahn. Dieser vor allem hinsichtlich der Frage interessant, ob eine so hierarchisch aufgebaute Organisation überhaupt eine Basis dafür hat, Social Media zu leben. Nach dem Vortrag der IBM zu Social Business wurde eine teils hitzige Gesprächsrunde eröffnet, in der wir Einblick in die derzeitigen Aktivitäten bekamen. So erfuhren wir, dass die Maßnahmen im Social Web über die Jugendausbildung initiiert wurde, vor allem um speziell die Jugend für die Bundeswehr zu begeistern. Daraus erkenne ich wirklich einen Nutzen und wie es scheint, macht die Bundeswehr dies auf Facebook auch ganz gut. Was aber die interne Kommunikation angeht, da steht sie vor einigen Herausforderungen. So sind unterschiedliche Dienststellen teilweise nicht mit Computern ausgestattet, weil sie sie nicht benötigen. Als Beispiel wurde die U-Boot Flotte genommen, die höchstens kurz Kontakt zur Außenwelt aufnimmt, um dann wieder abzutauchen.IMG_0184.jpg

Eine weitere Herausforderung sind die teilweise sehr traditionell arbeitenden Führungskräfte: So soll es noch Menschen dort geben, die E-Mails ausdrucken, unterschreiben und per Post zurück senden.
Eine Social Media Guideline soll es auch geben, allerdings scheint diese eher konträr zu dem, wozu sie eigentlich dienen soll. Bei der Bundeswehr ist klar geregelt: Facebook und Twitter dürfen wenn, dann nur privat genutzt werden. Beruflich ist es tabu. Ob sich dies so ohne weiteres trennen lässt, war einer der Diskussionspunkte beim leckeren Snack.

Der Besuch bei der BWI hat mir wirklich gut gefallen, weil er mich dazu brachte, das Thema Social Media von einer anderen Seite aus zu betrachten. Das Event, bei dem nicht nur wir, sondern auch einige Soldatinnen und Soldaten anwesend waren, war herzlich und die Teilnehmer in der Gesprächsrunde uns gegenüber sehr offen. Das Engagement der Anwesenden war allgemeinhin sehr spürbar und ich hoffe, dass sie nie den Mut verlieren werden, um die Bundeswehr ein Stück weit mit in die neue, digitale Kommunikation zu führen.

XING Lounge

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An der letzten Station des Tages waren die Busteilnehmer im Vintage in Köln auf die XING Lounge geladen. Ulrich Kampffmeyer ist dortiger Ambassador und somit der Organisator dieses Events. Ca. 65 Gäste haben zugesagt, und wir wurden königlich mit Häppchen, Crémant und anderen leckeren Speisen und Getränken verwöhnt. Der Vortrag und die anschließende Podiumsdiskussion, auf der ich mit dabei war, rundeten den Abend ab. Ein detaillierterer Bericht wurde auf XING veröffentlicht.

Am nächsten Tag ging es zur GAD eG, einem IT-Dienstleister, Rechenzentrum und Softwarehaus für rund 450 Banken.