Dr. Carsten Sommer

Kurzbericht zur OpenText Web Solutions Usergroup Tagung

Dr. Carsten Sommer am 28. Juni 2013

 

Nach einer kurzen Anreise am Montag aus Oldenburg nach Hamburg war die Freude groß, mehr als 40 Kunden, Bekannte und Freunde in Hamburg auf der Usergroup Tagung zu treffen. Aber nun erstmal zu den Inhalten:

Eröffnet wurde die Tagung vom Vorsitzenden der Usergroup Dirk Langenheim. Nahtlos ging es weiter zu seinem Bericht über die „Ergebnisse aus den "OWUG Roundtable EIM-Days 2013". Er stellte die Ergebnisse aus vier Stunden Diskussion und vielen Umfragen vor: Die Stimmung ist weiterhin gut, der Kontakt zwischen Hersteller und Kunden wird weiter verbessert und auf Anregungen wie z. B. die Erweiterung des deutschsprachigen Supports wurde schnell reagiert.

Auf Basis der guten Stimmung hatte es Lars Onasch von OpenText recht leicht, die „Produkt- und Business-Strategie OpenText Web Site Management“ vorzustellen. Im Fokus stehen das verbesserte Editing, Social Capabilities, Development Support und die Cloud. Für die Partner waren dann die Aussagen zu Positionierung des Produkt im Business Umfeld spannend. Das Geschäft steht sicher auf der weltweit vorhandenen und wachsenden Kundenbasis.

Im nächsten Vortrag “Semantische Suche in der Praxis” demonstrierte Ulrich Weiß vom KIT sehr eindrucksvoll die Möglichkeiten der Suche als Erweiterung in einem bereits laufenden Projekt. Auch wenn der Weg dorthin viel manuelle Konfiguration erforderte, sind die Ergebnisse vielseitig einsetzbar: von der automatischen Erstellung von Zusammenfassungen, über die Stimmungsanalyse von Texten bis zum Finden von Kollegen mit ähnlichen Interessen oder Arbeitsschwerpunkten wurden Beispiele gezeigt. Neben dem Einsatz auf der Website ist auch eine Unterstützung für den Redakteur (related content) ein durchaus vielversprechender Ansatz. Wie immer gab es auch diesmal wieder sehr hilfreiche Tipps und Tricks bei der Einrichtung und Konfiguration des Systems.

Ein wenig mehr in die technischen Tiefen ging es im Vortrag von Bernfried Howe. Durch die Entwicklung eines Web-Applikationframeworks unter Berücksichtigung des MVC-Modells ist es möglich, individuelle Anwendungslogik außerhalb des DeliveryServers zu implementieren und über die API zu integrieren. Für den Entwickler wurde das Logging/Debugging zum Auffinden von Fehlern erweitert. Durch den Einsatz wird der Zugriff auf wiederkehrende Aufgaben und Funktionen wie z. B. Validierung, Berechtigung, Taxonomie, Warenkorb, Individuelle Benutzerverwaltung etc. vereinfacht. Das Framework steht unter
https://github.com/bernfried/wbf-framework zur gemeinsamen Weiterentwicklung zur Verfügung.

Sebastian Henne von elbformat zeigte, wie das Kundenprojekt „neue leben Partnerportal“ umgesetzt wurde. Zum einem wurden die Vorteile des DeliveryServers als Integrationsplattform (z. B. zum Shop) dargestellt und zum anderen auch die Vorteile des CMS bei der zeitgesteuerten Publizierung unter Berücksichtigung von Fremdinhalten. Die auf die Redakteure zugeschnittene Metadaten-Verwaltung sah gut aus, funktionierte ebenso und wurde auch sehr gut von den Anwendern akzeptiert. Vielleicht werden in der nächsten Stufe des Projekts auch ein paar Social Komponenten eingesetzt. Anwendungsfälle gibt es bei den verteilt arbeitenden Mitarbeiten und Partnern sicherlich viele.

Nach der Mittagspause und vielen Gesprächen ging es weiter mit Ulrich Rührmund von edicos. Auch wenn es nach einer Pause nicht leicht ist zu starten, fand sein Vortrag “eUI - edicos User Interface” großes Interesse. Die von ihm präsentierte Erweiterung der Standardoberfläche erleichtert den Redakteuren die Arbeit in vielen Punkten, z. B. bei der Pflege von SEO Informationen und der Anzeige von Analytics Informationen. Das Frontend wird dabei individuell auf die Kundenbedürfnisse angepasst und soll auch unabhängig von der eingesetzten Version des Redaktionssystems sein und auch mit anderen Systemen funktionieren. Wie dieses Zusammenspiel in Zukunft mit der Entwicklung des neuen Redaktionsclients von OpenText zusammenspielt, wird sich dann zeigen.

Ein Neustart eines produktiven Servers ist nur selten möglich, schon gar nicht wenn nur Konfigurationen geändert und eingelesen werden sollen. Um Custom Rendertags auch im laufenden Betrieb anzupassen oder neu zu integrieren wurde von addmore ein „dynamic Assemblyloading“ entwickelt und von Daniel Waltenberg vorgestellt. Was sich auf den ersten Blick als kleine Erweiterung darstellt, würde sicherlich in vielen Umgebungen seht gut helfen, Wartungsfenster zu minimieren. Erfrischender Vortrag mit technischen Details, aber auch gutem Überblick über die Anforderung und Lösung.

Nach den vielen Vorträgen ging es in den Interactive Forums um Diskussionen zu den Themen: Produktstrategie von OpenText, Mobile Devices und Mobile Client sowie um Details zum Vortrag über die Custom Rendertags. An dieser Stelle nur eine kurze Zusammenfassung: Das gemeinsame Arbeiten an Dokumenten und das leichtere Kommentieren, bevor ein Inhalt freigegeben wird, wurde als wichtig angesehen. Weitere Themen waren der Asset Manager (Unterordner sind auch 2013 noch ein Thema), das Device unabhängige Arbeiten, eine REST-API für das CMS und weitere. Das Thema responsive Design wurde recht kontrovers diskutiert und man sollte hierbei Aufwand und Nutzen abwägen.

Zum Abschluss ein Dankeschön an die sehr gute Organisation und die vielen Vortragenden, die diesmal ein sehr breites Spektrum abgedeckt haben.
Noch der Hinweis auf die nächste Veranstaltung: 24.09.2013 in Düsseldorf an einem Dienstag.