Kai Eric Fitzner

Looking for Social - in all the right places

Kai Eric Fitzner am 09. Juli 2013

 

Ist 2013 das Jahr, in dem "social" den nächsten großen Schritt in die Unternehmen hinein macht? Das Jahr, in dem aus "wir könnten da auch mal was machen" ein "wir müssen jetzt, sonst verlieren wir den Anschluss" wird? Es sieht ganz danach aus.

Der erste Indikator im ersten Quartal waren Gespräche und Sessions auf dem HR Barcamp in Berlin. Wenngleich das Bild von "social" auch dort noch einen sehr technologielastigen Anstrich hat. Das bestätigt einerseits unsere Befürchtungen der letzten Jahre, dass "social" zuallervorderst als IT Thema wahrgenommen wird. Andererseits zeigt es aber auch, dass das Thema auch in anderen Abteilungen mehr und mehr Aufmerksamkeit erfährt.

Ein ähnliches Bild zeigte sich auf dem NewsGator Collective in Amsterdam. Zwar waren hier vorrangig Vertreter der IT Abteilungen zugegen, aber sie alle waren auf der Suche nach Argumenten, wie sie das Thema "social" im Unternehmen prominenter platzieren können. Wie sie Allianzen schmieden und Stakeholder überzeugen können. Und natürlich kam auch die Frage auf, ob Microsoft SharePoint 2013 nicht auch genügend social Features mitbringt, um NewsGator überflüssig zu machen. Die Antwort ist irgendwo zwischen “Nein" und "Kommt drauf an." Die Fülle an Dingen, die SharePoint zu leisten vermag, ist überwältigend. Jedoch stellt jeder, der sich intensiv mit der Macht dieser Software beschäftigt, schnell fest, dass es ohne kompetente Partner unglaublich schwer wird, die Fähigkeiten des Produkts zu entfesseln. Und NewsGator ist nunmal ein solcher Partner, einer der derzeit kompetentesten wenn es um social geht. Die Frage ist also nicht, ob SharePoint 2013 in der Lage ist, meine social Überlegungen zu adressieren, sondern, ob mein Unternehmen dies aus eigener Kraft hinbekommt.

Das Ziel, was alle vereint, ist der Wunsch, die tolle Software optimal für eigene Zwecke nutzen zu können. Was sich allerdings als schwieriger gestaltet ist, diese Zwecke genau herauszuarbeiten und als tatsächliche Anwendungsfälle zu definieren. Dass dies ein guter Zeitpunkt ist, um festgefahrene Muster zu überprüfen und neue Formen des Arbeitens zu durchdenken, dürfte sich herumgesprochen haben. Getan wird es allerdings in den seltensten Fällen, weil der akute Druck so hoch ist, dass der Mut zur Veränderung abhanden kommt. Hoffen wir, dass die Zahl derer, die sich den Wandel zutrauen weiterhin stetig zunimmt. Die richtige Planung und die Bereitschaft zum Wandel vor der Umsetzung ist jedenfalls deutlich ergiebiger und nachhaltiger als die Reparatur eines leckgeschlagenen, voreilig aufgesetzten Projekts.

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