Dr. Carsten Sommer

OpenText Usergroup Revue: Jubiläumsfeier in Düsseldorf

Dr. Carsten Sommer am 29. Oktober 2012

 

Düsseldorf empfing uns mit einem verhangenem Himmel, als wir das Auto am Rhein, unweit der Rheinterrassen, abstellten. Für ein kurzes Foto konnte der Blick auf die Rheinbrücke noch genossen werden, doch dann zwang uns die Zeit, schnell die Stufen zu nehmen, um rechtzeitig zur 10. OpenText Usergroup einzutreffen. Und: Der Saal war voll. Hauptsächlich sicher deswegen, weil die Usergroup schon sehr etabliert ist und vielleicht ein bisschen auch deswegen, weil wir im social Web geholfen haben, mit zu trommeln.

Es war ein schönes Wiedersehen mit vielen langjährigen Bekannten, Kunden und Partnern, aber auch neuen Kontakten. Der erste Tag startete mit Keynotes, die sich alle mit dem Thema Kunden gewinnen und halten auseinander setzten. Einheitlicher Konsens:  Akquise funktioniert heute immer besser durch funktionierende Netzwerke. Wurden früher andere unidirektionale Kanäle (TV, Print etc. ) genutzt, steht heute der Austausch mit dem (potentiellen) Kunden im Vordergrund. Kunden schließen sich zusammen, positive und auch negative Erfahrungen werden dazu genutzt, sich mit anderen Kunden auszutauschen. Die Transparenz des oft öffentlichen Austauschs führt zu einer neuen Herangehensweise und Ansprache. Es wurde dargestellt, warum der Einsatz der Social Media Managers hier scheitert. Mein Kollege Kai Fitzner hat dazu im Vortrag "Phase IV: Turn and face the strange" über persönliche Servicedesaster mit Waschmaschinenherstellern aus dem Nähkästchen geplaudert. Um dann einleuchtend zu erklären, warum Spannbettlaken ein gutes Beispiel dafür sind, mit welcher Selbstverständlichkeit Menschen ab einem gewissen Alter Dinge annehmen - oder auch nicht.

Kunden wünschen sich über die neuen sozialen Kanäle aber keine reine Werbung, sondern Informationen, die einen Mehrwert darstellen und vor allem einen nicht-PR-getriebenen Dialog. 

Nach einer Abendveranstaltung mit Musik von Coastmen, Jubiläumsbier von netmedia und vielen guten Gesprächen ging es nach einer kurzen Nacht in den nächsten Tag.

Am 2. Tag gab es aufgrund der hohen Anzahl von Vorträgen zwei parallele Tracks, die sich an verschiedene Interessenten richteten. Hierbei wurde auch das breite Spektrum deutlich, mit dem sich die Partner heute in Projekten auseinandersetzen und ihre Kunden beraten: von der Integration von verschiedenen Backend Systemen, über die Veredelung im CMS, bis zur personalisierten Auslieferung in Multi Channel wurden Beispiele gezeigt. Besonderes Interesse gab es an den Vorträgen, in denen bereits umgesetzte Kundenprojekte vorgestellt wurden. Beim Kundencase der GIZ zum Thema “Wie ein Intranet beim Zusammenwachsen hilft; Best Practice: OpenText Social Communities im Einsatz ” von meinem Kollegen Michael Clivot war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt, und auch nach dem Vortrag gab es viele Nachfragen und Gespräche. Auch der Hersteller präsentierte sich mit seinen Mitarbeitern und holte sich Feedback von Kunden und Partnern ab.

Insgesamt kann man sagen, dass die meisten Workshops und das größte Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich auf die Integration von Drittsystems fokussiert hat. Ob Digital Asset Management, Dokumentmanagement, SAP oder Social Communities, die OpenText Websolutions Usergroup hat auf ihrer Jubiläumstagung den Nerv der Zeit getroffen und ihren Mitgliedern spannende Vorträge zu diesen Themen geboten. Eine wichtige Erkenntnis, die vielen allerdings nicht neu sein wird ist, dass alle Systeme nur mit einer größeren strategischen und technischen Vorphase eingeführt werden können. Sobald vorhandene Informationen, Prozesse oder Arbeitskulturen angepackt, migriert oder geändert werden, muss sich das Unternehmen ausreichend Gedanken darüber machen, wie es am Ende umgesetzt wird, um zum einen die Effektivität und die Akzeptanz des neuen Systems zu steigern, aber auch zum anderen, um den laufenden Betrieb so wenig wie möglich zu stören. 

Das Website Management von OpenText bietet komfortable Integrationsmöglichkeiten für solche Systeme, auch wenn die Schnittstellen und Konnektoren ausbaufähig sind, sowohl in ihrem Funktionsumfang als auch in der Performance. Nichtsdestotrotz entwickeln Partner wie auch Kunden eine große Kreativität, um mit den vorhandenen Mitteln eine optimale Lösung zu bauen. So werden zum Beispiel alternative Schnittstellen, Schnittstellenerweiterungen oder Austauschformate geschaffen, um zwischen den Systemen einen optimalen Austausch zu ermöglichen. Insbesondere im Intranet wird die Zusammenführung von Drittsystemen immer wichtiger, um den MitarbeiterInnen möglichst eine Arbeitsplattform zur Verfügung stellen zu können. 

Wir freuen uns auf die Umsetzung der in den interaktiven Sessions mit Kunden, Partnern und OpenText erarbeiteten Themen im Bereich Produktweiterentwicklung und die nächste Usergrouptagung am 22.01.2013 in Mannheim.

Und zum Abschluss möchte sich das Team von netmedia ganz herzlich beim Vorstand der Usergroup und insbesondere bei Dirk Langenheim für die tolle Organisation des Events bedanken.