Bastian Wilkat

Rückblick DNUG 2013

Bastian Wilkat am 14. November 2013

 

"Vernetzte Informationswelten" auf der DNUG

Am 12.11. und 13.11.2013 fand im Lindner Congress Hotel in Frankfurt die DNUG Konferenz statt. Von der IBM ausgehend stand die mittlerweile 39. Ausgabe unter dem Themenschwerpunkt "Vernetzte Informationswelten". Dort diskutierten Entwickler, Anwender und Berater über ihre Erfahrungen mit Collaboration Software. Die weitere thematische Ausrichtung gliederte sich in folgende Unterpunkte:

- Social Business
- Technology
- Social Learning
- Praxisforen

In diesem Post möchte ich ein paar Gedanken zusammenfassen. Ich möchte einzelne Themen herausheben, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind. Eine protokollähnliche Sessionzusammenfassung finden Sie in diesem Artikel nicht. 

Neue Einblicke mit Socialytics?

Fabio Fischer von Beck et. al hat in seinem Vortrag das Thema Socialytics angefasst. Konkret: Wie können schon bestehende Konzepte der semantischen Analyse von externem Social Media auch für interne Social Software eingesetzt werden. Im ersten Fall ist das Ziel kumulierte Daten über eigene Produkte, mögliche Wettbewerber und potentielle Kundenbedürfnisse zu gewinnen. Intern kann über diese Technologie z. B. die "Social Reife" (also wie intensiv jemand die Plattform nutzt) abgelesen werden. Spannende Schritte weg vom wenig sagenden Zählen von Likes oder der Anzahl von Antworten, hin zu einem Tool, das mehrsagende Daten liefert.

Viele Tools - wenig Integration

Ein weiteres Thema: Tino Schmidt (Communardo Software GmbH) berichtete von Konsolidierungsbemühungen verschiedener Social Software. Oft nutzen Unternehmen für unterschiedliche Zwecke unterschiedliche Tools. Die Lösung seiner Firma: als Integrationsbasis dient eine Hauptsocial-Software (der sog. Social Layer) und alle anderen Tools werden in der Art angebunden, dass sie Aktualisierungen direkt im Hauptsystem verfügbar machen. So kann ich beispielsweise einer Projektdatei in einem externen Tool folgen und werde im Haupttool über Änderungen informiert.

Industrie 4.0 und die Rolle der Daten

Aus der abschließenden Podiumsdiskussion nehme ich noch einen mir bis dato unbekannten Themenbereich mit: Peter Lindlau von der pol Solutions GmbH hat über Industrie 4.0 und die Auswirkungen auf Daten und Informationen gesprochen. Die Vernetzung von Maschinen sowie vor- und nachgelagerten Prozessen ermöglicht einen permanenten Datenaustausch. Dadurch können ganze Wertschöpfungsketten besser auf Impulse (Kundenanfragen oder Störungen) reagieren und entsprechende Aktionen einleiten.

Akzeptanz für Social Software

Am Mittwoch hielt ich einen Vortrag über mögliche Wege zur Akzeptanz von Social Software. Auch die anschließende Diskussionsrunde hat verdeutlicht, dass es nicht den einen Weg zur Akzeptanz gibt. Vielmehr müssen Unternehmen eine für sie passende Mischung aus kurzfristigen (z.B. Marketingaktionen) und langfristigen (Use Cases) Maßnahmen erarbeiten. In Projekten hat sich gezeigt, dass wir besonders an dieser Stelle externe Unterstützung sinnvoll sein kann.

Mein Fazit

Für mich als Social Workplace Berater - und eben nicht Entwickler - waren die Inhalte in den Kaffeepausen etwas zu technisch und zu detailreich, sodass ich mich wenig gewinnbringend an Gesprächen beteiligen konnte. Andererseits konnte ich viele wertvolle Einblicke in die Technologie von IBM Connections und angrenzender Software gewinnen.

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