Katharina Brogsitter

Smart Working - ein oft unerfüllter Wunsch

Katharina Brogsitter am 03. Februar 2015

 

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Konferenzen sind für uns netmedianer immer eine wunderbare Gelegenheit mit Mitarbeitern aus Unternehmen in Kontakt zu treten, um die aktuellen Stimmungen einzufangen und abschätzen zu können, wo das Thema digital sozialvernetzte Arbeit steht. Auch bei der Smart Working Konferenz in Köln waren Vertreter unterschiedlichster Branchen und Abteilungen dabei. Und genauso vielfältig wie die Konferenzteilnehmer, waren auch die Vorträge. „Smart Working – Arbeitskonzepte neu denken und gestalten“ war das Motto. Was wäre Ihre Erwartungshaltung bei dem Titel? Wir ließen uns ganz offen auf die Thematik ein und die Inhalte und Diskussionen waren genau so breit aufgestellt, wie der Titel der Veranstaltung.

Trends der Unternehmen in puncto neue Arbeitskonzepte

Bei Globus Handelshof St. Wendel GmbH & Co. KG, einem SB-Warenhaus, stehen als Leitgedanke lebensphasenorientierte Arbeitszeiten im Vordergrund. Nicht nur junge Familien oder alleinerziehende Eltern sollten eine Arbeitszeitanpassung erhalten, sondern auch Mitarbeiter, die sich um Pflegefälle kümmern müssen. Ein sozialer Ansatz, der uns zwar berührt hat, aber wenig digital ist. Eine andere Richtung hat das Thema bei der BMW Group eingeschlagen. Das Betriebsratsmitglied Dr. Peter Cammerer weckte die Neugierde bei uns mit seinem Thema „Mobilarbeit bei BMW: Flexibel arbeiten – bewusst abschalten“. Traf dieser Vortrag als erster unser Verständnis von Smart Working. Der Schwerpunkt lag darauf Arbeitsabläufe durch mobile Arbeit produktiver zu gestalten und den Mitarbeitern eine neue Freiheit zuzugestehen, in dem sie über Ihren Arbeitsort frei bestimmen dürfen. Spannenderweise folgte eine Reihe von Beiträgen, die sich auf die Arbeitsplatzgestaltung bezogen haben. Hippe Aufenthaltsräume, Ruhezonen und bunte Wände waren von nun an fester Bestandteil der Vorträge. Die Unternehmen entrümpeln, führen Clean-Desk Richtlinien ein und machen sich mit innovativen Raumkonzepten attraktiv – leider jedoch an einem festen Standort. Doch sollte Smart Working im Zeitalter von Industrie 4.0 nicht auch mit einem neuen Standard an Technik, ständiger Verfügbarkeit von Daten und Flexibilität zusammenhängen?

Fest installierte PC und Angst vor „Schwänzern“ durch mobile Arbeit ist die Regel

Wir lauschten den Kommentaren der Teilnehmer, um uns ein besseres Bild zu verschaffen. Spannenderweise haben viele von ersten Gedanken berichtet, sich mobiler und vernetzter aufzustellen. Jedoch stellt sich die Infrastruktur der Unternehmen als Hindernis den Themen in den Weg. Fest installierte Rechner und die mangelnde Möglichkeit von mobiler Arbeit scheinen die größten Gegner der digital sozialvernetzen Arbeit zu sein. Eine IT, die Angst vor der neuen Welt hat, kommt weiterhin erschwerend hinzu. Auch schienen die Mitarbeiter nur schwer überzeugbar von der neuen Arbeitsweise zu sein. Uns sprangen Angst, Bedenken vor der Komplexität und ein fehlender Vorgehensplan für das Thema geradezu entgegen. Die Idee von Smart Working scheint noch weit von vielen Unternehmen entfernt zu sein.

Verschiedene Perspektiven als Erfolgsrezept für Ihren Social Workplace

Was all diese Bedenken gemeinsam haben: sie vermitteln das Gefühl, das die treibenden Kräfte den Wandel der Zusammenarbeit hin zu einem smarteren Arbeitsplatz nicht bewältigen können, weil sie alleine im Unternehmen die Veränderung vorantreiben wollen. Richtig liegen die Bedenkenträger mit dieser Einschätzung. Nur wenn das Management, HR oder die Unternehmenskommunikation mit der IT an einen Tisch kommen, lässt sich eine gemeinsame Lösung erarbeiten, die einen Erfolg gewährleistet. Die digitale Transformation der Arbeit ist eine Mannschaftsaufgabe. Wir empfehlen im Management-Team die Situation zu analysieren, ein gemeinsames Zielbild zu entwickeln und die Belegschaft einzubinden, um Ihr Projekt zum „Social Workplace“ zum Erfolg zu führen. Sie wollen wissen wie und wo Sie konkret damit anfangen können? Sprechen sie uns gerne an.