Kai Eric Fitzner

Social Work oder Social Life

Kai Eric Fitzner am 17. Oktober 2012

 

Work-Life-Balance als Puzzlestück aus dem bunten HR-Baukasten erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Entweder gibt es Angebote zur körperlichen Betätigung, finanzielle Unterstützung bei Fitnessclub-Mitgliedschaften, Gleitzeitregelungen, die es Kollegen ermöglichen, sich um Familienbelange zu kümmern, planbare wie auch überraschende, bis hin zu Home-Office-Vereinbarungen. Wie bei allen Formen der Kompensation von Mitarbeitern unterliegt auch das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Leben einer rigorosen Prozessierbarkeit, um eine Gleichbehandlung aller Mitarbeiter gewährleisten zu können. Und wie immer, wenn man versucht es allen Recht zu machen, passen die Angebote auf kaum einen Mitarbeiter in vollem Umfang.

Die Ursachen hierfür sind hauptsächlich, dass Unternehmen zwar bemüht sind, den Mitarbeiter als wertvolles Individuum zu behandeln, ihn andererseits aber dennoch als Verwaltungseinheit mit Zeitkonto und Kostenstelle begreifen. Dieses Dilemma gilt es zu lösen, denn letztlich liegt hier einer der Gründe, warum Arbeit und Privatleben von vielen Menschen als trennenswert angesehen werden, insbesondere dann, wenn sie nicht als Individuen, sondern als Rädchen im Getriebe wahrgenommen werden.

In einem sozial vernetzten Unternehmen treten die Prozesse als hauptsächlicher Vernetzungsaspekt in den Hintergrund. Sie helfen zukünftig, den Alltag zu strukturieren und erprobte Vorgehensweisen wiederholbar zu machen, ohne dass sie den Menschen in seiner Kreativität einengen. Der Fokus auf Projektarbeit und Ergebnisse löst bereits jetzt allmählich das 40-Wochenstunden-Paradigma ab, was viele Führungskräfte vor große Schwierigkeiten stellt, weil sie so manche Kontrollallüren ablegen müssen, um sie gegen Vertrauen einzutauschen.

Dies ist der erste Schritt, um die Kluft zwischen Arbeitszeit und Freizeit zu überwinden und sich der ganzheitlichen Betrachtung der Lebenszeit zu widmen. Wir zeigen Ihnen wie der Social Workplace dabei hilft.