Bianca Gade

Teamidentität - Gedanken zur TEDx RheinMain

Bianca Gade am 04. Februar 2011

 

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Es geschah an einem ruhigen Sonntag Abend auf meiner Couch. Wie so oft surfte ich mal hier, mal dort, um zu sehen, was sich in der Online-Welt so tut. Dabei tue ich das aus reiner Freude, weil ich Menschen und ihre Geschichten mag. Natürlich weiß keiner vorher, was aus möglichen Bekanntschaften werden kann (das ist auch zweitrangig), niemand kann wirklich vorab en detail abschätzen, ob sich das regelmäßige Engagement auf Facebook, Twitter, Blogs, XING, LinkedIn auf internen Kommunikationssystemen und verschiedene Messe- und Eventbesuche lohnen. Aber ich erlebe es immer wieder selbst, so auch vor wenigen Tagen. Es ist eine weitere kleine Erfolgsgeschichte die erzählt, warum wir nicht müde werden, die Wichtigkeit eines Social Workplaces hervorzuheben. Es ist eine Geschichte von Vernetzung, Employee-Branding, Kommunikation, Spontanität und von Engagement zur Identitätsentwicklung – was zeitgleich, wie passend, das Motto auf dem besuchtenTEDx RheinMain Events in Offenbach war.

Ich bin schon lange begeisterte TED-Zuschauerin. Der YouTube-Account ist so ziemlich der einzige, der mir regelmäßig Mail-Updates schicken darf, so sehr inspirieren mich die Beiträge der Referenten. Nicht selten war und ist TED für mich der Ausgangspunkt um tiefere Erkenntnisse auf unterschiedlichen Themengebieten zu bekommen und ja, viele solcher Erkenntnisse fließen auch in meine Blogbeiträge ein.

Und so kann sich vermutlich jeder vorstellen, dass der Mittwoch Abend etwas sehr besonderes für mich war, als ich das erste Mal die heiligen Hallen einer TEDx Konferenz betrat. Aber dieser Abend war auch wegen etwas anderem so besonders: Die Vorfreude auf den Vortrag unseres Partners und Kollegen Daniel Kraft, der in wenigen Augenblicken vorne auf der Bühne stattfinden wird. In diesem Moment blickte ich einige Tage zurück und dachte vergnügt daran, wie alles an jenem besagten Sonntag Abend auf meiner Couch begann, mit meinem Android in der Hand und einer “Hallo wie geht´s” – Nachricht an Darren Cooper. Von da an überschlugen sich die Ereignisse, denn als mir bewusst wurde, dass er derjenige ist, der das TED Event organisiert, schrieb ich ihm von Daniel Kraft und umgekehrt. Und so standen wir nun da, inmitten der ausverkauften Räumlichkeiten des Klingspor-Museums in Offenbachund schnupperten innovationsgeschwängerte Luft in lockerer Netzwerkatmosphäre.

Tenor und Motto des Abends war “Identities: Nothing stays the same. Not even You!”. Es wurde uns nicht zuviel versprochen und jeder einzelne Vortrag entführte uns auf eine Identitätsreise der besonderen Art. Tobias Mitter schrieb gestern einen TEDx RheinMain Schnelldurchlauf zu den einzelnen Präsentationen und Stefanie Lightmanfasste in ihrem Beitrag auf ifridge die am meisten inspirierenden Vorträge treffend zusammen, unter denen auch Daniel Kraft mit “Everybody is beautiful” drunter ist. Und das sage ich nicht nur, weil er ein geschätzter Kollege ist, sondern weil ich den großartigen Applaus und die anschließenden spontanen Anerkennungsbekundungen selbst gehört und gesehen habe. Und ja, es ist wundervoll zu erleben, wie Ideen und Engagement solch positive Effekte auslösen können: Ein toller Abend mit großartigen Menschen, inspirierenden Gesprächen und glücklichen Gesichtern.

Nun sitze ich wieder an meinem Schreibtisch und denke über das Erlebte und Gelernte nach. Und ich komme zur Frage, wie sehr die Identität des Netzwerkes, die eigene Identität beeinflusst und umgekehrt. Hat nicht nur jeder einzelne eine Identität, sondern auch ein Team – ein Unternehmen? Und ist das ganze Gerede von Reputationsmanagement fürs Unternehmensimage nicht in Wirklichkeit eine Frage der unternehmerischen Identitätsfindung – sowohl online als auch offline? Für das Ablegen einer Maske um das Echte, das Schöne dahinter zu sehen und zu zeigen.

Ich persönlich nehme vom TEDx Event drei Dinge mit:
1. Erweitere kontinuierlich Dein Netzwerk und das der anderen
2. Ergreife spontan die Möglichkeit, wenn sie vor Dir liegt und
3. Gestalte die Identität Deines Teams aktiv mit um auch Deine Identität zu entwickeln.

Die Zeitinvestition ins Netzwerk lohnt sich.  Es lohnt sich für das Unternehmen, das Team und vor allem auch für sich selbst.

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