Bianca Gade

Zum Schmunzeln: 6 Do´s und Dont´s für Ihren Enterprise 2.0 Erfolg

Bianca Gade am 05. Oktober 2010

 

Enterprise 2.0 und Social Media Projekte scheitern leider immer wieder – das frustriert nicht nur sondern kann auch sehr kostenintensiv werden. Die richtige Strategie ist natürlich wichtig und darunter zählt auch das Verhalten gegenüber Mitarbeitern und externen Partnern wie Kunden und Lieferanten. Mit einem Augenzwinkern gibt es daher heute eine etwas andere Übersicht: Von der Softwareeinführung bis zur Social Media Kommunikation ist alles dabei – Schmunzeln erlaubt.

1. Planen Sie ein Enterprise 2.0 Projekt immer im Nebel und genießen dann den Überraschungseffekt
Wer zu viel von seinen Projekten verrät, macht sich angreifbar. Kritik ist daher einfach nicht angebracht, schließlich wissen Sie als Unternehmer am Besten, was für die Firma wichtig ist. Der Genuss ist sowieso am Größten, wenn Ihre Mitarbeitern bei der Projektvorstellung, vor Staunen die Augen aufreißen und es ihnen die Sprache verschlägt.

2. Suchen Sie sich zuerst das Tool aus, der Rest wird schon!
Eins ist ja klar: Für Ihre Firma ist das Beste gerade gut genug – das gilt natürlich auch für Social Software. Je mehr Feature sie hat, umso mehr haben Sie etwas davon – und ihre Mitarbeiter, natürlich. Viel Freude haben sie vor allem dann, wenn sie mehr als 20 Einstellungsmöglichkeiten für die Suche, 56 für das Einrichten eines Teamspaces (das Anlegen der Navigation nicht mitgerechnet) und mindestens 1627 unterschiedliche Syntax-Befehle für das Wiki haben.

3. Befehlen Sie Ihren Mitarbeitern Blogbeiträge zu schreiben
Ständig neue Artikel erhöhen die Wahrnehmbarkeit und ranken Sie auf Google ganz weit oben. Dass Sie das alleine natürlich nicht bewältigen können, ist klar. Da müssen schon Ihre Mitarbeiter dran – am besten irgendeine Aushilfskraft. Weisen Sie gleich an, mindestens 4 Artikel am Tag zu schreiben und drohen Sie so lange, bis die Arbeitskraft es verstanden hat. Social Media braucht eben auch so seine Zeit bei der Einführung!

4. Unterbinden Sie jeglichen Zugang zu Facebook, Twitter und YouTube
Das wäre ja noch schöner, wenn sich Ihre Mitarbeiter auf diesen Netzwerken tummeln. Womöglich unterhalten sie sich noch über Ihre Firma! Videos schauen ist zudem ein nicht zu unterschätzender Zeitfaktor, der Ihnen als Unternehmer den Geldbeutel erleichtert. Wozu gibt es denn mittlerweile seitenweise kostenlose Berichte und gute Bücher, mit denen sich der Mitarbeiter in das Thema einlesen kann?

5. Sparen Sie wertvolle Zeit, indem Sie auf Interaktion mit Kunden und Partnern im Web verzichten
Ein anonymer Kontakt im Web ist nichts wert, da Sie keinen Namen und Adresse haben zu denen Sie Ihre Werbung schicken können. Wer etwas kaufen will, ist natürlich immer willkommen, aber auf Kommentare oder Fragen zu antworten, das kostet Sie nur Zeit. Verzichten Sie daher auf solche Zeitfresser und konzentrieren Sie sich besser auf´s Verkaufen. Um sich übrigens besonders gut von Ihren Wettbewerbern abzuheben ist es gut, wenn sie Ihre Texte in GROSSBUCHSTABEN schreiben. Leider bieten die wenigsten Plattformen an, den Text auch in unterschiedlichen Farben zu highlighten. Falls Sie aber die Möglichkeit haben, geizen Sie nicht mit Rot!

6. Es genügt, wenn andere glauben, Sie seien erfolgreich
Das ist ein wahres Erfolgsgeheimnis im Social Web! Sammeln Sie daher so viele Twitter-Follower und Facebook-Freunde, wie Sie vertragen können – das kostet Sie ja nichts (nicht mal Zeit! Siehe Punkt 5). Besser Sie schummeln ein bisschen als wenn Sie das Risiko eingehen zu versagen. Und die Wahrscheinlichkeit ist sehr, sehr hoch, glauben Sie mir…